Was ist Vorsteuerabzug

Der Vorsteuerabzug

Ab wann kann der Vorsteuerabzug nicht geltend gemacht werden? Bei der Mehrwertsteuer handelt es sich um eine so genannte Netto-Allphasen-Steuer. Aber was steckt eigentlich dahinter? Wieviel Vorsteuerabzug und wer hat wann Anspruch darauf? Dazu gehört sicherlich auch der so genannte Vorsteuerabzug.

Wie der Vorsteuerabzug wirkt

Dienstleistungen und Warenlieferungen in Österreich sind sowohl innerhalb des eigenen Staates als auch bei der Einfuhr von Waren aus der übrigen EU und aus Drittstaaten mehrwertsteuerpflichtig. Wenn Sie z.B. eine Faktura oder eine Gebühr in Höhe von EUR 1000,00 ausstellen, wird Ihnen in der Regel eine zusätzliche Mehrwertsteuer von 20%, d.h. EUR 1200,00 berechnet.

Bis auf wenige ausdrückliche Ausnahmeregelungen betrifft diese Mehrwertsteuer alle Leistungserbringer, Produzenten und Verkäufer und wird auf jeder wirtschaftlichen Ebene abgezogen. Nun kommt die Vorabbesteuerung ins Spiel: Bevor das Steueramt die Mehrwertsteuer erhält, kann ein Vorsteuerabzug beantragt werden - und das ist im Grundsatz eine Verrechnung der Ertragssteuer mit der Aufwandsteuer.

Aber warum nennt man das Vorsteuerabzug? 20 Prozent des Umsatzes werden mehr oder weniger unmittelbar an das Steueramt weitergeleitet. In etwa, weil Sie wiederum die Mehrwertsteuer für verschiedene Aufwendungen einfordern. Wenn Sie also innerhalb des Abrechnungszeitraums von einem anderen Unternehmen - z.B. einem Lieferanten - eine Rechnung erhalten haben, kann der Mehrwertsteuerbetrag dieser Rechnung von Ihrer eigenen zu zahlenden Mehrwertsteuer einbehalten werden.

Das Gleiche trifft auch auf gekaufte Geräte oder bezahlte Mieten zu. Der Mehrwertsteuerbetrag dieser anderen Unternehmer wird als Vorsteuer bezeichnet. Aber was ist der Vorsteuerabzug? Ganz einfach: Addiert man die Mehrwertsteuer des eigenen Umsatzes und nimmt die in den Abrechnungen ausgewiesene Mehrwertsteuer in Abzug, handelt es sich um einen Vorsteuerabzug.

Möglicherweise wird auch eine Mehrwertsteuergutschrift geschaffen - und zwar dann, wenn die Mehrwertsteuer der Aufwendungen über derjenigen der Erträge liegt. Dieser wird dann als Vorsteuer-Überhang bezeichnet, der für die nächste Abrechnungsperiode anrechenbar ist. In unserem Beispiel ist der Entrepreneur ein Grafiker: Er hat EUR 3600,- inklusive Mehrwertsteuer (EUR 3000,- Gebühr plus EUR 600,- Mehrwertsteuer) für den Zuschlag zur Entwicklung eines neuen graphischen Firmenauftritts in Rechnung gestellt. 2.

Nachdem er für seine Arbeiten bei einem anderen Grafikdesigner ein eigenes Firmenlogo in Auftrag gab und 600 Euro inklusive Mehrwertsteuer (d.h. 500 Euro plus 100 Euro Mehrwertsteuer) bezahlte, muss er in diesem Zeitraum 500 Euro an das Steueramt zahlen. Wenn er ein Amt benutzt und dafür eine Pacht entrichtet und eventuell auch Arbeitsmittel beschafft hat, kann er auch die Mehrwertsteuer von diesen Auslagen einbehalten.

Zur Geltendmachung eines Vorsteuerabzugs müssen die Aufwendungen (d.h. Aufwendungen für die Lieferung oder Leistung Dritter) für das eigene Haus angefallen sein, sowie bereits angefallen und bereits in Rechnung gestellt sein. Andernfalls kann keine Vorsteuer abgezogen werden. Übrigens: Wer als kleiner Unternehmer weniger als EUR 30.000,00 pro Jahr umwandelt, kann von der Mehrwertsteuer befreit werden, kann dann aber keinen Vorsteuerabzug einfordern!

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