Verwaltungsvermögen Erbschaftsteuerreform

Administrationsvermögen Erbschaftssteuerreform

Die Erbschaftssteuer auf Eigentumswohnungen wird erhoben. Verwaltungsvermögen wird in der Regel nicht bevorzugt. Der mühsame Kampf um die Reform der Erbschaftssteuer ist vorbei. die weitgehende Einbeziehung von Verwaltungsvermögen. werden von der Steuer, nicht aber von Verwaltungsvermögen verschont.

Reform der Erbschaftssteuer | Nichtbegünstigte Verwaltungsgüter

Der Entwurf des Bundesgesetzes zur Neuregelung des Erbschaftsteuer- und Wertermittlungsrechts (ErbStG-E, Az. 073891) unterscheidet nicht nach den Gesellschaftsformen hinsichtlich der Leistungen für Unternehmensvermögen nach § 13a ErbStG-E. In allen Gesellschaftsformen kommen jedoch in Ausnahmefällen Unternehmensvermögen, die generell präferenzberechtigt sind ( 13b Abs. 1 ErbStG-E), nicht in den Genuß der Befreiungsvorschriften, wenn mehr als 50 v. H. des Betriebsvermögens aus Verwaltungsvermögen bestehen (§ 13b Abs. 2 S. 1 ErbStG-E).

Daher können erbschaft- oder schenkungsteuerliche Vorteile bei Gesellschaften mit reinem wirtschaftlichen Charakter in Frage gestellt werden, da die Befreiungsvorschriften für Geschäftsvermögen nicht für sie gelten, wenn die 50-Prozent-Grenze überschritten wird. Grundbesitz, Teile von Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte, Geschäftsanteile an Körperschaften, wenn die direkte Teilnahme am Stammkapital der Firma 25 vom Hundert oder weniger ausmacht, Sicherheiten und ähnliche Ansprüche, Kunstobjekte, Sammlungen, naturwissenschaftliche Bestände, Büchereien und Archivalien, MÃ?nzen, edle Metalle und Schmucksteine, jedoch nicht, wenn der Gegenstand des Handels oder der Bearbeitung dieser Objekte der Hauptgegenstand des Betriebes ist.

Ein Verwaltungsvermögen können nur solche Parzellen oder Rechte sein, die Grundstücken gleichwertig sind, die zur Benutzung an Dritte übertragen werden. Die Verwendung für den persönlichen Gebrauch ist unbedenklich. Praktischer Hinweis: Aufgrund des weiteren Textes des 13b Abs. 2 Nr. 1 ErbStG-E können Verwaltungsmittel berücksichtigt werden, wenn ein Hotelier Räume an seine Gäste (Dritte) mietet.

Dabei wird das Geschäftsvermögen, das dem Kern des Unternehmens zuzurechnen ist, auf das nicht privilegierte Verwaltungsvermögen herabgestuft. Wenn die Charakteristika einer Geschäftssparte in der Persönlichkeit des Testators gegeben sind, existieren - ungeachtet einer Kontingentierung - keine schädlichen Verwaltungsgüter. Bei einem leerstehenden Objekt ist auch eine Übertragung der Nutzung auf einen Dritten ausgeschlossen.

Stellt ein Unternehmen seinem Aktionär daher eine Eigentumswohnung im Geschäftsvermögen kostenlos zur Verfügung, so stellt dies auch ein Verwaltungsvermögen dar. Eine betriebliche Aktivität des Unternehmens, an dem die Teilnahme vorliegt, ist irrelevant. Beispiel: Eine Kommanditgesellschaft mit fünf Gesellschaftern, die zu je 20 Prozent am Grundkapital der Kommanditgesellschaft mitwirken, ist zu 100 Prozent an der Gesellschaft mit beschränkter Haftung beteiligt.

Weil die Beteiligungsquote der Kommanditgesellschaft die Grenze von 25 Prozentpunkten überschreitet, ist dies kein Verwaltungsvermögen. Das Verwaltungsvermögen - im Beispiel - wäre nur betroffen, wenn der Anteil der Kommanditgesellschaft an der Gesellschaft 25 vom Hundert oder weniger betragen würde. Der Umfang der Tätigkeit der Gesellschaft ist nicht zu überprüfen.

Übersteigt die Beteiligungsquote an der Gesellschaft 25 v. H. nicht, kann das Verwaltungsvermögen trotzdem entzogen werden, wenn eine Pooling-Klausel mit anderen Anteilseignern abgeschlossen wurde (Stimmrechtseinbehalt, Veräußerungsbeschränkung etc.). Doch bei der Auswahl dieses Instruments zur Vermeidung von Verwaltungsvermögen müssen die aus einer Pool-Vereinbarung entstehenden Beteiligungsbeschränkungen abwägt werden. Beteiligungen an Unternehmen über 25 v. H. sind nur dann Teil des Verwaltungsvermögens, wenn das Verwaltungsvermögen der assoziierten Unternehmen mehr als 50 v. H. des betrieblichen Vermögens ausmacht.

Künftig kann nicht mehr davon auszugehen sein, dass Vermögenswerte, vor allem bei Aktien von mehr als 25 v. H., begünstigen. Auch hier ist zu überprüfen, ob mehr als 50 vom Hundert des Gesellschaftsvermögens aus Verwaltungsvermögen bestehen oder nicht. Dadurch hat die Gesellschaft ihre erbschafts- und schenkungssteuerliche Schutzwirkung verloren. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind in jedem Fall ebenso unbedeutend wie die Forderungen an Kunden.

Das Verwaltungsvermögen hat nur dann einen Verlust des Geschäftsvermögens zur Folge, wenn es 50 % des Geschäftsvermögens ausmacht.

Stufe 2: Der beizulegende Zeitwert des Unternehmens ist nach § 11 BewG-E nach den für die Bewertung des Unternehmens maßgeblichen Kriterien (Ertragswert, Net Asset Value, Börsen- oder Kaufpreis) zu ermitteln. Stufe 3: Schließlich soll aus dem Verhältnis der beiden Größen der prozentuelle Anteile des Managementvermögens ermittelt und damit die Erfüllung der 50-Prozent-Grenze überprüft werden.

Praktischer Hinweis: Verbindlichkeiten aus dem Verwaltungsvermögen werden nicht angerechnet. Das Geschäftsvermögen eines Konzerns umfasst an Dritte verpachtete Flächen und Beteiligungen von weniger als 25 vH. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte betragen 200 000 Euro. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben einen Betrag von 400.000 Euro. Die nach der Ertragswertmethode ermittelten beizulegenden Zeitwerte der Unternehmen betragen TEUR 100.

Das Verwaltungsvermögen setzt sich wie folgt zusammen: 1: Im Beispiel übertrifft der Verwaltungsanteil den Gesamtwert des Unternehmens. Der Grund dafür ist, dass die Schulden den Enterprise Value mindern, aber den Vermögenswert des Managements nicht mindern. Der Beitrag von Leveraged Assets verringert somit den Firmenwert, während der Prozentsatz der Assets under Management durch den Zugang zusätzlicher Assets überdurchschnittlich zunimmt und die 50-Prozent-Grenze rascher als geplant durchbrochen wird.

Dabei ist jedoch die in 13b Abs. 2 Satz 3 ErbStG-E festgelegte zweijährige Frist einzuhalten: Demnach gehören Verwaltungsvermögen, das in den beiden vergangenen Jahren vor dem Besteuerungstermin durch Einbringung in das Unternehmen übergegangen ist, nicht zum Vermögensgegenstand des Berechtigten.

Bei Nichteinhaltung der Fristen wird auf die Vorteile für das Geschäftsvermögen nicht verzichtet. Die innerhalb der Zweijahresperiode zugeteilten Verwaltungsmittel werden dem Begünstigten jedoch entzogen. Der Zweijahreszeitraum bezieht sich jedoch nur auf die Aufteilung des Verwaltungsvermögens. Barmittel, die nicht Teil des Managementvermögens sind, können daher periodenunabhängig in das Unternehmen investiert werden und erhöhen ab sofort das Begünstigtenvermögen gegenüber dem bestehenden Managementvermögen.

Auch kann der Teil der Verwaltungsmittel mit Sofortwirkung durch Rücknahme oder Verkauf von Verwaltungsmitteln reduziert werden. Die Rückzahlung der Fremdfinanzierung - vor allem von Verwaltungsmitteln - und die damit verbundene Wertsteigerung des Unternehmens reduzieren indirekt den Prozentsatz des Verwaltungskapitals. Es ist fragwürdig, ob eine Übertragung von Verwaltungsvermögen auf Tochterunternehmen auch zu einer Verringerung des verwaltungstechnischen Vermögens führt.

Auf der Grundlage der oben genannten Prinzipien gilt: Das Verwaltungsvermögen kann nicht flächendeckend durch Einlage in eine 100-prozentige Tochter der Konzernmutter aufrechterhalten werden. Die Gesellschaft ist zu 100 v. H. an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit folgenden Vermögenswerten beteiligt: Verwaltungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 600 und sonstige Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 400.

Die beizulegenden Zeitwerte der Gesellschaft wurden mit TEUR 1000 errechnet. Das Verwaltungsvermögen der Gesellschaft liegt bei 600.000 EUR bzw. 1.000.000.000 EUR* 100 = 60 vH. Damit sind die Geschäftsanteile an der Gesellschaft nicht anrechenbar.

Der 100-prozentige Anteil ist somit auch für die Konzernmutter kein Verwaltungsgut. Aufgrund des erwarteten Wertes der Gesellschaft von 600.000 Euro (Verwaltungsvermögen über 300.000 Euro plus sonstige betriebliche Vermögenswerte über 300.000 Euro) ergeben sich folgende Ergebnisse hinsichtlich der 50-prozentigen Grenze für die Muttergesellschaft: Das Mutterunternehmen hält ein Verwaltungsvermögen von 300.000 Euro (50 Prozent), ein übriges betriebliches Vermögen von 100.000 Euro (25 Prozent) und die wirtschaftliche 100-prozentige Beteiligungsquote an der Tochter von 600.000 Euro.

Neben dem Verwaltungsvermögen in Höhe von 300.000 Euro verfügt sie damit über ein weiteres (bevorzugtes) Geschäftsvermögen in Höhe von 700.000 Euro. Damit beträgt der prozentuale Anteil des verwalteten Vermögens der Münchener-Rück-AG EUR 300.000 bzw. EUR 1.000.000* 100 = 30 Prozent. Weil die 50-prozentige Grenze nicht unterschritten wird, sind auch die Anteile an der Konzernmutter begünstigt.

Praktische Hinweise: Der Gesetzgeber hat aber auch die Möglichkeit der Vermögensbildung aus der Abspaltung von Verwaltungsvermögen in Tochterunternehmen erkannt, da der Bundesrat (Nr. 16 des BR-Drucks. 4/08) derzeit einen entsprechenden Prüfungsauftrag erteilt hat.

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