Stundung

Zahlungsaufschub

Die Stundung ändert das Fälligkeitsdatum einer Leistung. Die Stundung stellt eine nachträgliche Gewährung einer Frist für die Zahlung einer tatsächlich fälligen Verbindlichkeit dar. In besonderen Fällen kann das Finanzamt Zahlungserleichterungen (Ratenzahlung oder Stundung) für Steuerbeträge gewähren. Bei der Stundung handelt es sich um eine Fristverlängerung für die Gläubiger. Der Antrag auf Stundung kann formlos, schriftlich (per Post oder Fax) gestellt werden.

sowie deren verschiedene Spezies zu erklären.

Bei der Stundung wird nachträglich eine Frist für die Begleichung einer tatsächlich geschuldeten Forderung eingeräumt. In der Steuergesetzgebung ist ein solches Gesetz ein administrativer Akt. Im Bergrecht hat der Terminus Stundung eine Sonderstellung. Will ein Bergbauunternehmen seine Aktivitäten an einer Bergbaustätte unterbrechen, beantragt es eine Stundung.

Die Stundung wird gewährt, wenn der Zahlungspflichtige vorübergehend nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Die Stundung beruht oft darauf, dass die ganze Restforderung zu einem späterem Termin in einer einzigen Höhe beglichen werden soll. Vorraussetzung für die Bewilligung eines Antrags auf Stundung ist, dass der Kreditgeber auf eine Besserung der Wirtschaftslage setzt.

Eine Stundung kann die Ausfallwahrscheinlichkeit reduzieren, indem sie die Zahlungsunfähigkeit des Zahlungspflichtigen abmildert. Die Stundung muss nicht unbedingt den gesamten Forderungsbetrag beinhalten; sie kann auch auf die aufgelaufenen Zinserträge beschränkt werden. Im Falle von eingeräumten Zahlungsaufschüben ist die Bestimmung, dass der Rechnungsbetrag auch bei leichtem Verzug unverzüglich zur Zahlung fällig wird, zulässig und wird in der Regel angewendet.

In Abweichung von der technisch korrekten Beurteilung einer Stundung als spätere Garantie einer weiteren Zahlungsfrist sprechen nicht nur Konsumenten, sondern immer öfter auch Kaufleute und sogar Kreditinstitute von einer unmittelbar bei Vertragsschluss getroffenen Stundung als Stundung. Beispielsweise weisen einige Kreditinstitute darauf hin, dass sie die Rückzahlung von Krediten für Firmengründer für die ersten beiden Jahre aufschieben.

Technisch gesehen ist dies eine Aussetzung der Rückzahlung, da eine Stundung im engeren Sinne nur bei einer später gewährten Stundung vorkommt. Eine Stundung ist daher eine Goodwill-Entscheidung und im Unterschied zu einer Stundung und einer Zahlungspause nicht Bestandteil des Vertrages. Es wird nicht aus Gründen des guten Willens, sondern aufgrund eines Rechtsanspruchs eine Stundung der Gewinnbeteiligung und eine Erbschaft an Miterbe vorgenommen.

In beiden Fällen besteht das Recht, den zu entrichtenden Betrag aufzuschieben, wenn die unverzügliche Zahlung für den Zahler unwirtschaftlich ist. Die Stundung ist im Finanzrecht ein administrativer Akt und muss vom Steuerzahler verlangt werden. Auf Zinsen wird grundsätzlich verzichtet, wenn eine zu zahlende Abgabe voraussichtlich durch einen Rückerstattungsanspruch aus einer anderen Art von Abgabe ausgeglichen wird.

Ein Aufschub wird in der Regel nicht bewilligt, wenn der Steuerzahler selbst zu einem erhöhten Steueranspruch beizutragen hat. Führt eine Steuerprüfung aufgrund einer falschen Steuermeldung zu einem zusätzlichen Steueranspruch, wird der Stundungsantrag in der Regel abgelehnt. Wenn dies jedoch darauf zurückzuführen ist, dass der Betriebsprüfer Ausgaben nicht als Betriebsausgabe ansieht oder andere Umstände anders beurteilt als der Steuerzahler, hat der Gesuch um Stundung der Steuerpflicht gute Chancen auf Zustimmung.

Die Beantragung einer Stundung sollte vor dem Fälligkeitsdatum der Steuerpflicht erfolgen, ansonsten fallen Verzugszuschläge an. Die Verweigerung einer Steuerpflicht hindert den Steuerpflichtigen nicht daran, mit dem Steueramt eine Teilzahlung zu vereinbaren. Die Aussetzung der Vollstreckung hat in diesem Falle die Form eines begünstigten Verwaltungsaktes.

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