Steuerrecht Vermietung an Angehörige

Finanzrecht Vermietung an Angehörige

Allerdings hat das Steueramt nicht die Gesamtmiete, sondern nur die erforderliche Grundmiete mit der lokalen Grundmiete verglichen und daraus eine Quote von rund 62% errechnet. Auch wenn dieser Ansatz von einer Einkommensteuerrichtlinie abwich, entschied das Landgericht Düsseldorf zugunsten des Finanzamtes. Das BFH hat nun aber die Argumente und das frühere Rechtsgutachten des Eigentümers untermauert.

Im Hinblick auf den Abschluss des Vergleichs bestätigen die Schiedsrichter die aktuelle Gesetzeslage (Urteil vom 10. Mai 2016, Rechtssache IX R 44/15, erschienen am 7. September 2016). Der Finanzgerichtshof wurde mit der Ermittlung der marktüblichen Miete und der Neuberechnung der Quote beauftrag. Andernfalls können die Steuerbehörden die Vermietung von Verwandten für Steuerzwecke ablehnen, nur weil sie einem Abgleich mit Dritten nicht gewachsen sind.

Bei einer 100-prozentigen Weitergabe der laufenden Kosten ist das Resultat beim Warmmietvergleich allerdings viel besser. Beispielsweise kann eine Grundmiete unter 66% des lokalen Standards einen Warmmietvergleich weit über die 66%-Grenze hinausbringen, und das Steueramt muss alle einkommensbezogenen Aufwendungen anrechnen.

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