Rente mit 45 Beitragsjahren

Pension mit 45 Beitragsjahren

Wenn Sie nach 1963 geboren sind, können Sie nach 45 Beitragsjahren ohne Abzug in Rente gehen, wenn Sie 65 Jahre alt sind. Die Zeiträume sind Beitragsjahre. Pension mit 63 nach 35 Beitragsjahren. Doch die Hürden sind hoch: Nur wer 45 Versicherungsjahre hat, kann frühestens mit 63 Jahren in Rente gehen. Die Rente gilt für alle Jahrgänge, die nach 1964 geboren sind, erst ab dem 67.

Tabellarische Darstellung + Altersberechnung à

Das vermeintlich "immer schwieriger gewordene Wirtschaftsumfeld " und vor allem die "immer längere Lebensdauer der Menschen" sei ein großes Thema für die Pensionskassen, so die Politiker. Zur Gegensteuerung und Minimierung der Rentenzahlungen hat die Regierung vor einigen Jahren eine Anhebung des Rentenalters entschieden. Zur Schaffung eines "reibungslosen Übergangs" wurde das Rentenalter stufenweise erhöht, so dass jeder das künftige Rentenalter in Abhängigkeit von seinem Geburtsdatum errechnen kann.

Mit Wirkung zum 1. Jänner 2012 wird das so genannte Rentenversicherungsanpassungsgesetz in Kraft treten, das eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters vorsieht. Das hat für alle künftigen Pensionäre gewaltige Folgen, da die Dauer der Beschäftigung stark zunimmt. Die Lebenserwartung wird bis 2023 um einen weiteren Lebensmonat pro Jahr verlängert.

Die folgende Übersicht über das Rentenalter ist der einfachste Weg, dies zu verdeutlichen: Natürlich können Sie wie bisher früher in den Ruhestand gehen. Die Abzüge, die Sie akzeptieren müssen, sind jedoch nicht ohne: Für jeden angefangenen Kalendermonat, den Sie früher in Rente gehen wollen, reduziert sich Ihr Pensionsanspruch um 0,3 vH.

Die Pensionierung ein Jahr früher wird Sie 3,6 Prozentpunkte Ihrer Gesamtrente kosten. Gerade vor dem Hintergrund der ständig sinkenden Pensionszahlungen und der höheren Besteuerung der Pensionen ist eine solche Kürzung bereits auffällig. Welche Zukunftsaussichten gibt es im Pensionsalter? Selbst wenn die durch das Rentenversicherungsanpassungsgesetz herbeigeführte Änderung nun Wirklichkeit wird, befürchten viele bereits, dass diese nicht ausreicht.

Einige Politiker sprechen bereits davon, das Rentenalter auf 70 Jahre anzuheben. Dies alles wirkt sich auf die Stabilisierung der Pensionsfonds aus und muss im ungünstigsten Falle durch eine Angleichung des Arbeitslebens ausgeglichen werden. Weil die Politik keine anderen Mittel finden kann, um die Pensionskassen zu entlasten und damit eine längerfristige Beitragszahlung zu gewährleisten, wird dies früher oder später wahrscheinlich zu einer weiteren Ausweitung der Rentenzahlungsphase führen.

Vielen berufstätigen Müttern werden die Tage in Erinnerung bleiben, an denen das Rentenalter für die Frau nur 60 Jahre betrug. Für Damen und Herren gibt es heute keinen Gegensatz mehr; alle nach 1964 geborenen Personen werden erst mit einem Alter von 67 Jahren in den gesetzlichen Ruhestand versetzt.

Für jedes Jahr vor 1964 werden zwei Kalendermonate von der Pensionierung einbehalten. Glücklicherweise gab es zumindest eine kleine Pensionsreform, die es seit dem 01.01.2014 allen Mitarbeitern erlaubt, im Alter von 63 Jahren in Rente zu gehen, die nachweisen können, dass sie ihre Beiträge 45 Jahre lang gezahlt haben. Sogar das frühere Rentenalter? Bei den bisher genannten Regelungen für den Ruhestand handelt es sich ausschließlich um die rabattfreie Rente.

Dabei wird der aktuelle Tarif für die Berechnung der Renten zugrunde gelegt. Unter bestimmten Bedingungen ist es möglich, bereits mit 60 Jahren in den Ruhestand zu gehen. In diesem Fall muss die Rente jedoch in der Regel gekürzt werden. Es gibt eine Ausnahmeregelung für Menschen mit einer erkannten schweren Behinderung (Invaliditätsgrad von mind. 50 Prozent). Diese können mit einem Alter von nur 63 Jahren in Rente gehen.

Eine Mindestbeitragszahlung von 35 Jahren ist jedoch eine unverzichtbare Vorbedingung. Bei Schwerbehinderten besteht ebenfalls das Recht auf vorzeitige Pensionierung mit Vollendung des sechzigsten Lebensjahres. Manche Pensionäre bekommen ihre Rente auch nach der Erwerbslosigkeit und der Teilrente. Die Pensionierung ist erst mit 63 Jahren möglich und erfordert folgendes: Der Versicherungsnehmer muss bei Pensionierung und zugleich nach Vollendung des Alters von 59 Jahren erwerbslos sein Wer nicht zu diesen Personengruppen zählt, kann erst mit 63 Jahren eine staatliche Rente bekommen und muss dann jedoch hohe Abzüge akzeptieren.

Diese betragen 0,3 Prozentpunkte für jeden Vorzugsmonat. Das heißt also ganz klar, dass ein Versicherungsnehmer, der mit 64 statt 67 Jahren in Rente geht, einen Abschlag von 10,8 Prozentpunkten (36 Monaten mal 0,3 Prozent) in Kauf nehmen muss. Die Mehrheit der Versicherungsnehmer kann nicht bereits mit 60 Jahren eine Alterspension erhalten.

Wie bei der staatlichen Rente sollte das Monatseinkommen möglichst zwischen 60 und 80 % des zuletzt erzielten Reineinkommens liegen. Eine vorzeitige Pensionierung ist aus diesen GrÃ?nden nur fÃ?r Menschen mit hohem Vermögen, z.B. aus einer Nachfolge oder bei einer Ehegattenvorsorge möglich.

Der WDR-Vorsitzende Stefan Sell, Ordinarius für Wirtschafts-, Sozial- und Sozialwissenschaft an der Universität Koblenz, über die derzeitige Rentensituation: "Pensionen sind ein vieldiskutiertes Sachthema. Kernpunkt der Diskussion ist immer die Frage: Wie können wir vermeiden, dass das Rentenniveau zu stark sinkt, ohne immer höher werdende Beitragszahlungen zu leisten oder später in den Ruhestand zu treten?

Unser heutiges Vorsorgemodell wird nach derzeitigen Untersuchungen in der absehbaren Zukunft nicht mehr tragfähig sein. Damit erhalten die Menschen heute schon durchschnittlich sieben Jahre mehr Rente als in den 80er Jahren. Zudem werden in Deutschland immer weniger Nachwuchskinder zur Welt gebracht - dadurch zahlen immer weniger Menschen für immer mehr Pensionäre in die Pensionskasse ein.

Das Altersvorsorgesystem läuft hier Gefahr, bald zu kollabieren, denn bereits jeder Dritte ist über 65 Jahre jung. Zudem ist die Fruchtbarkeitsrate in Japan mit 1,4 Geburtstagen noch geringer als in Deutschland (1,5) und es gibt keine signifikante Einreise. Obwohl die Situation in Deutschland noch nicht ganz so schlecht ist, mahnen manche Fachleute vor einer zunehmenden Armut bei älteren Menschen.

Das DIW zum Beispiel rät gerade Jugendlichen, sich später nicht auf eine staatliche Rente zu berufen, weil es gerade für sie böse ist. Nach heutiger Berechnung erhält ein neuer Verdiener, der 40 Jahre lang ohne Unterbrechung 2.100 EUR Bruttoverdienst hat, eine Rente etwas über dem Niveau von Hartz IV.

Die damalige rot-grüne Regierung hat deshalb bereits in den frühen 2000er Jahren entschieden, das Pensionsniveau zu senken und das Pensionsalter bis 2030 auf 67 Jahre zu erhöhen, um die junge Bevölkerung zu erleichtern. Die Leiterin der Pensionsversicherung, Gundula Roßbach, sieht das viel diskutierte Pensionsproblem als übertrieben an und unterstreicht, dass die Pensionsversicherung gut und solide aufgesetzt ist.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Arbeitgeberverbände hält auch die Rentenzukunft weiterhin für richtig - jedenfalls für die eines Normalverdieners. Es gibt aber auch Risiko-Gruppen, die nach Ansicht von Fachleuten besonders stark Gefahr laufen, ihren Wohlstand im hohen Lebensalter nicht halten zu können und eine Grundversorgung in Anspruch nehmen zu müssen.

Vor allem viele weibliche Arbeitnehmer sind von zu geringen Pensionen besonders im östlichen Teil des Staates bedroht. Durchschnittlich ist ihr Einkommen im Vergleich zu den Männern nur die Hälfte, wenn man die gesetzlich vorgeschriebene, die berufliche und die Privatrente zusammenzählt. Es wäre auch vorstellbar, dass der Zuschuss des Bundes für die gesetzlich vorgeschriebene Rente angehoben wird, oder dass die Staatsrente für Hochverdiener, die eine ausreichende Eigenvorsorge treffen können, ermäßigt wird.

Zudem wird das Renteneintrittsalter in den nächsten Dekaden weiter anheben. Wenn diese oder andere Korrekturen nicht stattfinden, wird sich die gesellschaftliche und wirtschaftliche Ungleichbehandlung in Deutschland zunehmend auf die Renten auswirken. Die Rente mit 67 Jahren und die Armut im Alter sind sowohl explosive als auch viel besprochene Fragen - lange vor der Wahl 2017:

Mehr und mehr ältere Menschen wohnen mit einer Rente, die nur dem Niveau von Hartz IV entsprich. Wie sehen die Beteiligten das Rentenalter und wie wollen sie ihre Vorstellungen durchsetzen? Kernaussage der Union ist, dass sie eine stufenweise Erhöhung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre bis 2029 befürwortet.

Darüber hinaus befürwortet die EU eindeutig eine Mindestpension von 850 EUR pro Monat unter der Voraussetzung, dass 40 Jahre Versicherung und private Versorgung nachgewiesen werden können. Weil die Frau während der Erziehungszeit nach der Entbindung zuhause ist, zahlt sie unweigerlich weniger Beitrag in die Pensionsversicherung.

Die Union will deshalb den Elternurlaub in die Rente einbeziehen. Nicht heftig ist die SPD gegen ein Rentenalter von 67 Jahren. Ab dem 63. Lebensjahr ist eine Vollrente nur möglich, wenn die betreffende Person einen Versicherungsschutz von 45 Jahren vorweisen kann. Außerdem sollte es eine Mindestpension von rund 850 EUR für 30 Beitragsjahre oder 40 Jahre Versicherung sein.

Die FDP hat keine detaillierte Stellungnahme zum Rentenalter. Das gilt vor allem für die oben genannte Mutterschaftsrente sowie für die beitragsfreie Rente von 63 Jahren, sofern 45 Beiträge nachweisbar sind. Allerdings sind die Befürworter einer Flexibilisierung des Ruhestandes. Nach Ansicht der Parteien darf das Pensionsniveau keinesfalls weiter sinken, da es derzeit in der Regel nur 48% ausmacht.

Damit die Menschen ihr Alter ausreichend finanzieren können, will die Linke das Niveau der Rente von 48 auf 53% erhöhen. Sie erachten eine Mindestpension von 1050 EUR pro Kalendermonat als sinnvoll. Zugleich wollen sie auch den Elternurlaub verstärkt in den Pensionsanspruch einbeziehen. Links ist gegen ein Rentenalter von 67 Jahren.

Statt dessen wollen sie 65 Jahre oder 60 Jahre, wenn es 40 Jahre Beiträge gibt. Bislang gibt es keine konkreten Angaben zum Pensionierungsalter der AfD. Was halten Sie vom derzeitigen Rentenalter?

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