Nutzungsentnahme Pkw

Demontage eines Personenkraftwagens

Auswertung einer Nutzungsentnahme am Beispiel der privaten Nutzung eines Dienstwagens durch StB Dipl.-Bw. Reservieren Sie die private Nutzung eines Autos bei Collmex. Auto auch privat, so ist es ein Entzug der Nutzung. Demnach ist der Bruttolistenpreis die Grundlage für die Berechnung des Anteils der privaten Fahrzeugnutzung.

Wertermittlung einer Nutzungsentnahme - Auto von Firmenvermögen geht auf einer privat organisierten Reise verloren - Entnahme von stillen Reserven?

Auswertung einer Nutzungsentnahme am Beispiel der Privatnutzung eines Firmenwagens

Der vorliegende Artikel gibt einen aktuellen Rechtsstand zur steuerrechtlichen Würdigung eines Nutzungsentzugs in Einzelfirmen und Personenhandelsgesellschaften. Nach § 4 Abs. 1 Satz 2 EG sind Abhebungen " alle Vermögensgegenstände (Bargeldbezüge, Waren, Produkte, Verwendungen und Dienstleistungen), die der Steuerzahler während des Geschäftsjahres für sich selbst, für seinen eigenen Hausstand oder für andere außerbetriebliche Zwecke mitgenommen hat.

Eine solche Begriffsbestimmung ist im Fall eines Nutzungsentzugs unzutreffend, da es sich nicht um einen Vermögenswert handelt, sondern um den der Verwendung zugrunde liegenden Aufwendung. Bei einem Nutzungsentzug besteht die Entzugsbehandlung darin, dass der Vorsteuerpflichtige einen zu seinem Geschäftsvermögen gehörenden Vermögenswert außerhalb des Unternehmens temporär verwendet oder für eine Teilzahlung aus externen Anlässen zur Verfügung stellt (H 18 "Teilzahlung" EStH).

Am häufigsten ist die Privatnutzung eines Firmenwagens der Ausstieg. Der Wertansatz des Nutzungsentzugs erfolgt nicht nach 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 UStG, da ein Nutzungsentzug kein Vermögenswert ist. Der Bundesfinanzhof hat nach seiner ständigen Rechtsprechung die vorhandene Rechtslücke so zu schliessen, dass nicht der Privatnutzungswert, sondern die durch die Privatnutzung verursachten Aufwendungen - also der Selbstkostenpreis - als beseitigt gelten.

Folgende als Betriebskosten in Abzug gebrachte Auslagen sind Teil des Selbstkostenpreises und damit Beurteilungsgrundlage für den Nutzungsausstieg: die variablen Auslagen ( "Kosten für Erdöl, Treibstoff für Kraftfahrzeuge") und die Fixkosten (Kraftfahrzeugsteuer, Kraftfahrtversicherung, Werkstatt) für das selbstgenutzte Anlagegut. Gelegentlich wird in der Fachliteratur argumentiert, dass eine Vollkasko-Versicherung für ein Kraftfahrzeug nicht Gegenstand der Beurteilungsgrundlage für den Entzug der Nutzung ist, da sie das mit einem Vermögenswert des Geschäftsvermögens zusammenhängende Risiken abdeckt (Wassermeyer in DB 03, 2616).

Der Einstandspreis wird bei geringwertigem Anlagegut auf der Grundlage der über die wirtschaftliche Lebensdauer der Anlage anfallenden Abschreibungen ermittelt; 6 Abs. 2 StG entfällt diesbezüglich (H 40 "Private Mitbenutzung" EStH). Der Selbstkostenpreis beinhaltet nicht den Selbstkostenpreis. Entstehen für den privaten Gebrauch während oder vor seiner tatsächlichen Nutzung wesentliche Instandhaltungskosten, ist zu untersuchen, ob dies zu einer wesentlichen Erhöhung des Teilwertes des Vermögenswertes geführt hat.

Bei einer wesentlichen Erhöhung des Teilwertes sind die den Teilwert erhöhenden Ausgaben nicht in vollem Umfang im Jahr ihrer Entstehung zu erfassen, sondern über einen typischen Zeithorizont zu verteilen. Die Höchstgrenze für den Rücknahmewert ist der Verkehrswert der Benutzung, bei einer reduzierten Anmietung einer Firmenwohnung die Verkehrsmiete (BFH 19.12. 02, IV R 46/00, Rufnummer 031188), für ein Auto die Mietfahrzeugkosten.

Der Bundesfinanzhof und die Finanzgerichtshöfe haben sich in mehreren Entscheidungen mit den steuerrechtlichen Konsequenzen des Verlusts des Vermögens bei privater Verwendung auseinandersetzt. Anhand des Beispiels der Benutzung von Kraftfahrzeugen wird im Folgenden der Status der Rechtssprechung und die Beurteilung der Rücknahme der Benutzung bei Zerstörung oder Schäden am Vermögenswert dargestellt. Wenn der Entzug der Dienstwagennutzung nach der 1-Prozent-Regel des 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 2 StG bestimmt wird, deckt er auch den Totalschaden eines Dienstwagens auf einer Privatreise.

Wenn der Steuerzahler jedoch ein Fahrausweis geführt hat, muss geprüft werden, inwieweit die Kosten des Unfalls dem Privat- oder Geschäftsleben zurechenbar sind. Das Auto wird auf einer Privatreise am 31.12. 04 vollständig zerschlagen. Die Restbuchwerte der Fahrzeuge betragen zum 31.12. 04 EUR 8.000, der Fortführungswert vor Unfällen EUR 15.000, nach Unfällen EUR 0.

Im Berichtsjahr wurden für das Fahrzeug aktuelle Fahrzeugkosten in der Größenordnung von 5.000 EUR und planmäßige Abschreibungen von insgesamt rund 800 EUR erfasst. Im Jahr 2004 betrug der private Nutzungsanteil 25 Prozent, ein eigenes Fahrerlogbuch ist vorhanden. In seiner Entscheidung vom 24. Mai 1989 (I R 213/85, BStBl II 90, 9 ) hat der Erste Bundesfinanzhof die Steuerfolgen der Vernichtung eines Firmenwagens auf einer Privatreise wie folgt beurteilt:

Die Versenkung eines Firmenwagens auf einer privaten Fahrt bedeutet nicht die Entfernung des Objektes. Stattdessen ist es ein Entzug der Nutzung, der zum Selbstkostenpreis zu bilanzieren ist.

Der Versicherungsschutz ist nach dem Verursacherprinzip als Erhöhung des Privatvermögens anzusehen. Senat des Bundesfinanzhofes beläuft sich der Entzug der Nutzung für die Betriebskosten wie oben beschrieben auf 3.250 EUR. Dieser wird durch die durch den Privatunfall bedingte Teilwertreduzierung ( "Differenz zwischen dem aktuellen Fahrzeugwert vor und nach dem Unfall") in Hoehe von EUR 1.000 erhoeht.

Die private Verwendung beläuft sich dann auf 18,250 EUR. Mit Beschluss vom 26.1. 99 (S 2177 A - 01 - 324 STR R 99, 594) hatte die OFD Erfurt beschlossen, dass die außerordentlichen Kraftfahrzeugkosten (einschließlich der Unfallkosten ) nicht direkt dem Unternehmen oder der Privatsphäre, sondern verhältnismäßig nach der Inanspruchnahme zuzurechnen sind.

Damit liegt der Anteil der Privatnutzung in der EU bei 25 %, die Bewertungsgrundlage für den Nutzungsausstieg bei 25 % der gesamten Anschaffungskosten (laufende Aufwendungen und Normalabschreibungen von TEUR 14.000 und Abschreibungen auf den Restbuchwert von TEUR 8). Der Entzug der Nutzung beläuft sich auf 5. 250 Euro. Allerdings ist diese Sichtweise durch die Entscheidungen des Bundesfinanzhofs wahrscheinlich veraltet, so dass die Sonderkosten immer unmittelbar dem Unternehmen oder der Privatwirtschaft zuzurechnen sind.

Wenn ein Firmenwagen auf einer Privatmaschine geschädigt und danach instandgesetzt wird, bestimmt sich der Nutzungsausschluss nach dem aktuellen Gesetz:....: Dem Privatbereich ist die Abschreibung des Teilwertes (als Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem unfallbedingten niedrigeren Teilwert) zuordenbar. Jegliche Versicherungsleistungen sind Betriebserträge, die über die Teilwertabschreibungen hinausgehen.

Der Privatsektor soll die Kosten für die Reparatur des Fahrzeugs tragen. Andere unfallbedingte Kosten (z.B. Mietwagen) sind entsprechend ihrer Verwendung dem Unternehmen oder der Privatsphäre zuzurechnen. Wird das Fahrzeug vollständig zerstört, ist die Abschreibung des Restbuchwertes dem Privatsektor zuordenbar. Jegliche Versicherungsleistungen sind Betriebserträge in der Größenordnung, die die Teilwertabschreibungen übersteigen.

Berechnet der Steuerzahler den Anteil der Eigennutzung seines Firmenwagens nach dem Fahrtenbuchverfahren, kann es bei einem Unfall Sinn machen, auf die 1-Prozent-Regel umzusteigen. In der EU bedeutet die 1-Prozent-Regel einen Rückzug von EUR 4800 (40 000 EUR x 1 Prozent x 12 Monate). Wie die BFH in den kommenden Jahren über die Zerstörung stiller Reserven eines Unternehmensvermögens für den Privatgebrauch entscheidet, wird sich zeigen.

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