Lohnfortzahlung ohne Krankmeldung

Fortzahlung der Löhne ohne Krankenstand

einen Tag krank ist, gilt die gesetzliche Lohnfortzahlung. Dies kann der Arbeitgeber ab dem ersten Arbeitstag ohne Angabe von Gründen verlangen. Um eine verlustfreie Lohnfortzahlung im ersten Monat zu gewährleisten, sollten Sie sich direkt nach der Krankmeldung an Ihre Krankenkasse wenden. Die Rückerstattung der Weiterzahlung kann nicht ohne ärztliches Attest erfolgen.

Das Arbeitsverhältnis legt in der Regel eindeutig fest, wann dem Auftraggeber ein ärztliches Attest vorgelegt werden muss und wie im Falle einer Krankheit zu verfahren ist. Schlimmstenfalls aber müssen diejenigen, die dies ignorieren, mit Folgen kalkulieren.

Das Arbeitsverhältnis legt in der Regel eindeutig fest, wann dem Auftraggeber ein ärztliches Attest vorgelegt werden muss und wie im Falle einer Krankheit zu verfahren ist. Meistens sieht der Anstellungsvertrag vor, dass das Tauglichkeitszeugnis innerhalb von drei Tagen nach der Krankmeldung beim Dienstgeber eingegangen sein muss. Wird das Attest verspätet eingereicht, hat der Auftraggeber die Option, die Lohnzahlung für den betreffenden Zeitpunkt bis zur Vorlage des Attests abzulehnen.

Ist zwischenzeitlich eine gekürzte Lohnzahlung geleistet worden, ist der Dienstgeber auch nicht zur Zahlung der Zuzahlung als Sonderleistung verpflichte. In Zweifelsfällen muss der Mitarbeiter bis zum nächsten Lohnzettel für sein Gehalt aufwarten. Ohne Vorlage des sogenannten Krankenscheins gibt es keinen Fortzahlungsanspruch. In diesem Fall ist der Unternehmer zur Verweigerung der Weiterzahlung befugt, solange der Mitarbeiter das von ihm nach 5 Abs. 2 einzureichende Tauglichkeitszeugnis nicht einreicht oder die ihm nach 5 Abs. 2 auferlegten Pflichten nicht erfüllt.

Ist die Abtretung eines Schadenersatzanspruchs gegen einen Dritten durch den Mitarbeiter an den Auftraggeber ausgeschlossen (§ 6). Ist die Nichteinhaltung dieser Pflichten nicht vom Mitarbeiter zu verantworten, so findet Abs. 1 keine Anwendung.

Krankengeldanspruch auch ohne AU-Zertifikat

Für den Krankengeldanspruch ist nicht unbedingt eine formelle Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erforderlich. Möglicherweise reicht es aus, wenn ein Doktor die Erwerbsunfähigkeit informell feststellt (AU). Die SG Leipzig in einem Falle, in dem ein Sofortbesuch beim Doktor nicht möglich war, nachdem die AU abgelaufen war. Verfällt der Krankengeldanspruch, wenn ein unmittelbarer Besuch beim behandelnden Arzt aufgrund von ungünstigen Sprechstunden nicht möglich war und der nachfolgende Krankenstand daher retrospektiv war?

Die Krankengeldleistung ist eine Entschädigungsleistung der GKV und wird vor allem dann ausgezahlt, wenn eine versicherte Person aufgrund einer Erkrankung von mehr als sechs Wochen erwerbsunfähig ist. Für die gleiche Erkrankung wird für maximal 78 Schwangerschaftswochen Leistungen ausbezahlt. Die ( "brutto") Krankengeldleistung beläuft sich auf 70 Prozent der regulären beitragsabhängigen (brutto) Vergütung, jedoch nicht mehr als 90 Prozent der Nettovergütung.

Der Kläger war am vergangenen Tag nach einem polytraumatischen Ereignis aus der ambulanten Nachbehandlung ausgeschieden. Die Hausärztin bescheinigt ihre Erwerbsunfähigkeit im Nachhinein. Schon bei der ambulanten Nachbehandlung hatte ein Arzt der Klinik der Krankenkasse gesagt, dass der Kläger für die kommenden fünf Monaten nicht arbeiten kann. Der Krankenversicherer weigert sich, Krankengeld zu zahlen und verweist auf 46 SGB V.

Er ist der Ansicht, dass der Kläger in dieser medizinischen Stellungnahme keinen Rechtsanspruch mehr auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hatte, so dass die Rückwirkungsbescheinigung ihn nicht mehr zum Lohnfortzahlung im Krankheitsfall berechtigen konnte. Nach dem Urteil des Sozialgerichts Leipzig muss der Leistungsanspruch im konkreten Fall nicht unbedingt eine formale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sein. Es genügt eher, wenn ein Mediziner seine Erwerbsunfähigkeit feststellt, der nicht unbedingt als Leibarzt im Sinne der Krankenversicherung lizenziert sein muss.

Dem Vorbringen der Beschwerdeführerin, dass der Anspruch auf Krankengeld neben der hier nicht bestrittenen Erwerbsunfähigkeit nur eine entsprechende medizinische Erklärung voraussetzt, dafür aber keiner besonderen Formvorschrift bedarf, folgte das Landgericht. Insofern war es unerheblich, dass auf einem "Krankenschein" des Klinikarztes, der auch keine Krankenversicherungslizenz besaß, keine formelle Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt worden war.

Daher war es unwichtig, ob und warum sich die Klage an einem freitags erst am folgenden Dienstags nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus ihrem Familienarzt vorstellte. Stattdessen wirkte sich die von der Klinikärztin vorgenommene Bestimmung ihrer Erwerbsunfähigkeit aus und deckte diese angebliche Zeitlücke.

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