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Die Tatsache, dass Verlage in Deutschland den Preis von Büchern und E-Books diktieren können, hat mit Buchpreisbindung zu tun. eBooks haben das Buchgeschäft in den letzten Jahren revolutioniert. Dies spart Ihnen Zeit und Geld, da Sie Ihren PC nicht booten müssen. Bislang gab es eine gewisse Unsicherheit, ob die Buchpreisbindung auch für eBooks gilt. Vom Kriminalroman über Sachbücher bis zur Kinderliteratur finden Sie hier alles.

Bücher zum stolzen Preise

Die Tatsache, dass Verleger in Deutschland den Buchpreis von Bücher und E-Books bestimmen können, hat mit festen Buchpreisen zu tun. Das, was bei Printbüchern als vorteilhaft angesehen wird, wird bei E-Books zunehmend kritisch gesehen. In der Tat ist die Entscheidung, ob E-Books überhaupt unter die Verordnung fallen, bereits kontrovers. Entsprechend gelten für E-Books Festpreise, da es sich um Erzeugnisse handele, die "Bücher, Noten oder kartografische Erzeugnisse vervielfältigen oder ersetzen", wie es das Gesetz vorsieht.

Über die Sinnhaftigkeit oder den Quatsch der Preisbindung für E-Books gehen die Auffassungen auseinander. Anders als in den USA, wo Amazon die meisten Bücher im Kindle Store für höchstens zehn Euro verkauft, haben die großen Einzelhändler in Deutschland kaum eine Chance, elektronische Bücher billiger zu machen. Hans Kreutzfeldt, Leiter des E-Book-Dienstleisters Kreutzfeldt Publishing, sieht die Preisbindung für die Bücher nicht durchsetzbar.

Durch das grenzüberschreitende Angebot von E-Books konnten unsere Kundinnen und Kunden die deutschen E-Books von fremden Providern zu günstigen Konditionen herunterladen. Nach Kreutzfeldts Worten positioniert sich die Branche damit weniger gut auf dem Welthandel. Verleger hingegen befürchten Preiserosion und Monopolbildung, wenn es keine feste Buchpreisstellung für E-Books gibt. Dabei gibt es in den USA keinen Festpreis.

Ein größerer Absatzmarkt schafft auch neue Kosten- und Erlösprofile. Die Festlegung eines Preislimits für E-Books wird sich nicht lohnen, aber wir müssen uns auf mittlere Sicht mit den großen Providern wie Amazon und Apple einigen."

Bücher zum stolzen Preise

Daran wird sich, so die Verleger, dank der festen Buchpreise nichts verändern. Wenigstens in anderen Staaten wächst der E-Book-Markt. In den USA vertreibt Amazon mittlerweile mehr Bücher als Hardcover-Bücher. Allein in Spanien soll der Absatz von E-Books im vergangenen Jahr um 500% zugenommen haben. Der Großhandel wie Thalia hofft auf einen Anteil von 15 Prozent am Markt für E-Books in den nächte Jahren.

Laut einer Vorhersage des Beratungsunternehmens PwC wird der Absatz jedoch nur leicht zulegen. Aber in einem Aspekt scheint sich Kritik und Leser einig zu sein: E-Books sind zu kostspielig. Derzeit basieren die Preisangaben für die elektronischen Bücher auf dem besten Preis. E-Books sind in der Regel zehn bis zwanzig Prozentpunkte billiger als die Printausgabe.

Während die Leserschaft aber hofft, dass die Kurse für elektronische Bücher mit zunehmendem Anteil am Markt fallen werden, verlangsamen die Verleger populärer Bücher die Aufregung. "Bei E-Books sind die Kosten vergleichbar hoch wie bei Printbüchern ", sagt Michael Justus, Commercial Director des S. Fischer Verlages. Es sind nicht alle Verleger gleich klar. Anders als bei Printbüchern gilt für E-Books der volle Umsatzsteuersatz von 19 Prozentpunkten.

"Bei einem Verkaufspreis von 8,95 Euro macht das einen Preisunterschied von 0,84 Euro aus - etwa so viel wie die Kosten für Drucken, Papieren und Binden eines 300-seitigen Taschenbuchs", sagt Justus. Die Verleger sind nicht die einzigen, die die Verordnung anprangern. In einer EU-weiten Unterschriftenaktion forderte der Deutsche Buchhändlerverband jüngst die Anwendung des reduzierten Steuersatzes auf E-Books.

Hinzu kommen die angeblich erhöhten Gebühren für elektronische Bücher. WÃ?hrend Autorinnen und Autoren zwischen acht und zehn vom Nettoverkaufspreis fÃ?r gebundene Editionen profitieren, sind es bei E-Books oft zwanzig Prozentpunkte. Das Honorar für E-Books hängt in der Regel vom Umsatz ab, der in jedem Fall unterproportional ist. Manche Frahlings verlangen daher für ihre Autorinnen und Autoren gar 25 prozentige Erlöse mit der Argumentation, dass der Verlag mit eBooks auf mittlere Sicht Kosten spart.

Zudem muss die fachliche und verlegerische Basis erweitert werden - und zwar neben den Kosten des Printgeschäftes. "E-Books können nicht viel günstiger als Printbücher sein, wenn das Electronic Publishing selbsttragend sein soll", sagt Justus.

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