Erbschaftsteuer Landwirtschaft

Nachlasssteuer Landwirtschaft

Die Farm ist der Lebensunterhalt. Das Bundesfinanzhof hat entschieden, wann eine Wohnung auf dem ehemaligen Bauernhof zum landwirtschaftlichen Eigentum gehört und damit steuerbegünstigt ist. Eine Erbschaftssteuer gibt es nicht.

Die Landwirtschaft blieb von der Erbschaftssteuer weitestgehend unberührt.

Der Erlass des Gesetzes zur Erbschaftssteuerreform in der vergangenen Handelswoche im Deutsche Bundestag stieß im Agrarsektor auf positive Resonanz. Verordnungen, die "die Interessen der Land-, Forst- und Immobilienwirtschaft im Land berücksichtigen", so der DBV-Präsident. Das landwirtschaftliche Gut wird nach seiner Beurteilung auch in den kommenden Jahren weitgehend erbschaftssteuerfrei sein.

Sonleitner erinnert daran, dass die ursprüngliche Planung ein "Fiasko" gewesen wäre, insbesondere im Hinblick auf die Schätzung für die Landwirtschaft. Peter Bleser, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, bezeichnet die Neuregelung als "großen Erfolg" für die Landwirtschaft und die Agrarpolitik. Hans-Michael Goldmann, agrarpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, fürchtet dagegen eine "Teilenteignung von land- und forstwirtschaftlichen landwirtschaftlichen Familienbetrieben" und weist auf wesentlich schlechtere Erbschaftsbedingungen an enge Angehörige und im nichtehelichen Zusammenleben hin.

Darüber hinaus sind Re-Investitionen von landwirtschaftlichen Vermögenswerten in gewerbliche Betriebsmittel nicht ohne Steuer. Bei den letztgenannten Fragestellungen wurden jedoch aus landwirtschaftlichen Gesichtspunkten nur bedingt befriedigende Ergebnisse erzielt. Zum Beispiel werden solche Situationen, in denen der Hof zunächst vollständig an den Nachfolger des Betriebs vermietet und erst später abgetreten wird, zweifellos vermieden, da die Verordnung für eine Pachtdauer von bis zu 15 Jahren gilt.

Zudem gehören die gepachteten Grundstücke oder Unternehmen zum administrativen Anlagevermögen und unterliegen der Erbschaftssteuer. Die Reinvestition des veräußerten Betriebsvermögens und die Umstrukturierung von Betrieben können jedoch aus erbschaftssteuerlicher Sicht weiterhin schwierig sein. Bei Überschreitung der Grenzen zwischen landwirtschaftlichen und kommerziellen Grundstücken wird die Erbschaftssteuer erhoben. Bei der Erbschaftssteuer gilt die Steuerbefreiung nur für den Teil des Betriebs, der für landwirtschaftliche Zwecke genutzt wird, nicht aber für gewerbliche Zwecke.

Das bedeutet, dass Landwirtschaftsbetriebe, die beispielsweise Einnahmequellen entwickeln, die als gewerbliche Unternehmen einzustufen sind, in Zukunft vollständig der Erbschaftssteuer unterworfen werden. Hinsichtlich der Betriebsvermögensvererbung stehen zukünftig zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Gemäß Variante A gilt die Besteuerung nicht vollständig, wenn ein Unternehmen zehn Jahre lang weitergeführt wird und die durchschnittliche Gehaltssumme höher ist als die Höhe vor der Erbfolge.

Variante B besagt, dass 85 v. H. der Erbschaftssteuer entfallen, wenn das Unternehmen sieben Jahre lang fortgeführt wird und die Durchschnittslohnsumme nur leicht nachlässt. Die ursprüngliche "Case-Harp-Regel", nach der bei Nichteinhaltung der Voraussetzungen während der gesamten Dauer die vollständige Nachbesteuerung des Unternehmensvermögens geschuldet werden soll, ist vom Tisch. 2.

Die Erbschaftssteuer wird nur noch pro rata temporis im Wege eines Reduktionsmodells erhebt. Verwitwete, Witwe und Kind müssen keine Erbschaftssteuer für Wohnungseigentum bezahlen, wenn das Wohnhaus oder die Ferienwohnung vom Eigentümer für einen Zeitraum von wenigstens zehn Jahren bebaut wird. Bei landwirtschaftlichen Wohngebäuden wird der bisherige Bewertungsabschlag von 15 Prozent beibehalten. Bei Ehepartnern wird die Erbschaftssteuer auf 500 000 EUR, bei Kindern auf 400 000 EUR und bei Enkeln auf 200 000 EUR erhöht.

Bei Geschwistern und Enkeln beträgt der Zuschuss nur 20.000 EUR. Für die Beurteilung der land- und forstwirtschaftlichen Anlagen wird weiterhin nicht der Abbau von land- und forstwirtschaftlichem Betrieb, sondern deren Weiterführung ausschlaggebend sein. Zukünftig werden die landwirtschaftlichen Betriebsstätten nach einem standardisierten Bewertungsverfahren entweder mit aktivierten Nettogewinnen oder mit aktivierten Regionalmietpreisen zuzüglich Zuschläge für das Stammkapital wie z. B. für Bauten, Anlagen oder Nutztiere bilanziert.

Seiner Meinung nach hätte alles andere zu einer vollkommen übertriebenen Bewertung der Land- und Waldwirtschaft und zu einer massiven Bestandsgefährdung der landwirtschaftlichen Flächen im Generationenwechsel führen können.

Mehr zum Thema