Entnahme Pkw ins Privatvermögen

Rücknahme von Fahrzeugen ins Privatvermögen

Bilanzierung von Entnahmen aus dem Anlagevermögen. Haben Sie ein Auto im Vermögen Ihres Unternehmens und wollen es verkaufen? Rücknahme eines Autos durch Nutzungsänderung? Rückzug ins Privatvermögen, um die Mehrwertsteuer auf Verkäufe zu vermeiden. Eine Auszahlung muss nicht immer in bar erfolgen:

Bestimmung des Rücknahmewertes (Auto) im Rahmen eines Unternehmensverkaufs

Der Snackstand wurde im Bewertungsjahr 2002 verkauft. Der Auszahlungswert des Jeep Grand Cherokee wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auf ? 25.772,00 geschätzt. Darüber hinaus hat der Bund die Inanspruchnahme des § 37 Abs. 2 StG beantragt, so dass der Rücknahmewert auch für die folgenden Jahre gilt.

Der Auszahlungswert der Investitionen betrug 32,079,84 (Durchschnittswert aus Händlerkaufpreis und Händlerkaufpreis gemäß der Preisliste Grundlage 02/2002). Bei den Einsprüchen gegen die Ertragsteuerbescheide der Jahre 2002 und 2003 wird nunmehr festgestellt, dass Abgänge im Zuge einer Geschäftsaufgabe mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu erfassen sind. Diese wird durch den im normalen Geschäftsverlauf nach der Art des Vermögenswertes im Falle einer Veräusserung erzielbaren Betrag festgelegt.

In der Vorlage wurde erneut festgestellt, dass es nicht möglich sei, einen über dem Kaufpreis des Händlers liegenden Betrag zu erwirtschaften. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun als Antwort an den Freien Finanz-Senat den Betrag des streitigen Rückzugswertes auf den Kaufpreis des Händlers von 27.433,67 ? nach der Eurotax-Liste (und nicht 25.772,00 ?) gesetzt.

Nach § 6 Abs. 4 Satz 4 StG sind Rückzüge mit dem anteiligen Wert zum Rücktrittszeitpunkt zu erfassen, dabei ist der anteilige Wert der Wert, den der Käufer des gesamten Unternehmens im Zusammenhang mit dem Gesamtkaufpreis für den jeweiligen Vermögenswert erfassen würde; es ist davon auszugehen, dass der Käufer den Geschäftsbetrieb fortsetzen wird (§ 6 Satz 1 EStG).

Die Teilwerte eines Vermögenswertes ergeben sich aus dem Kontextwert im Verhältnis zur betriebswirtschaftlichen Relevanz des Vermögenswertes. Die Unternehmensfortführung ist der Unternehmenswert unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Der Austritt erfordert ein bestehendes Unternehmen. Der beizulegende Zeitwert wird gemäß 10 FL durch den im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit nach der Art des Vermögenswertes bei einem Verkauf erzielbaren Betrag errechnet.

Es sind alle preisbeeinflussenden Faktoren zu beachten. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt unabhängig vom jeweiligen Unternehmens, d.h. unabhängig davon, ob es sich um ein Tochterunternehmen handelt. Bei einem Unternehmensverkauf ist nach Angaben von Frau Dr. Ulrich D. Dormann bei der Entnahme von einzelnen nicht betriebsnotwendigen Wirtschaftsgütern der Teil- und nicht der Verkehrswert (anders Quantschnigg/Schuch, Einkommensteuer-Handbuch 1988, 24TZ24) maßgebend (siehe dazu auch: D. K. Komment. zum Einkommensteuergesetz, 6TZ 348), da das einbehaltene Betriebsvermögen nicht bei Übergabe des Unternehmens übergeben wird, sondern noch aus einem bereits existierenden Geschäftsbetrieb herausgelöst wird.

Das heißt für den vorliegenden Fall: Wie aus der Aktensituation ersichtlich, wurde ein Auto (Marke Jeep Grand Cherokee) im Rahmen des Geschäftsverkaufs seines Snackstandes von der Gesellschaft aus dem Geschäftsvermögen in das Privatvermögen übernommen, wodurch die Summe des Autoabnahmewertes - für das Unternehmen zum Händlerkaufpreis nach der Eurotax-Liste, für das Finanzamt in erster Linie zum Durchschnittswert zwischen Händler und Händlerkaufpreis nach der Eurotax-Liste - bestritten wird.

Wenn man der Erklärung von Doralt nachgeht, für die es einen Rückzug aus einem existierenden Unternehmen gibt, ist der Anteilswert nach den Vorschriften des Einkommenssteuergesetzes zu verwenden, d.h. derjenige, den ein Käufer im Zusammenhang mit dem Gesamtpreis für den Vermögenswert (hier Kraftfahrzeug) festlegen würde und der in der Regel mit dem Marktwert identisch ist. Der Marktwert basiert bei einem Gebrauchtfahrzeug zunächst auf dem Händler-Verkaufspreis gemäß Eurotax-Liste, zumal dieser den Betrag angibt, der für den Erwerb eines Gebrauchtwagens über den zugelassenen Kfz-Handel bezahlt werden muss (Wiederbeschaffungskosten).

Sie entsprechen den Alltagserfahrungen, wenn hier bei Privatpersonen unter dem Händlerkaufpreis nach der Eurotax-Liste, aber ohne Rat, ohne ernsthafte Zustandsklassifizierung, ohne gesetzliche Garantie oder Rechtssicherheit durch einen Verbraucherschutz-Kaufvertrag gekauft werden kann. Durch diese Verpflichtungen, die es im Privatverkauf nicht gibt, werden nicht nur die Gewinnmarge und die Parkkosten für den Verkäufer, sondern auch der private Kaufpreis gegenüber dem Händlerkaufpreis gemäß der Eurotax-Liste erhöht.

Nach Auffassung des Unabhaengigen Finanzsenats werden die vorgenannten Umstaende im Widerrufswert der erstinstanzlichen Steuerbehoerde beruecksichtigt, der einen Durchschnittswert oder eine Entwertung des Haendlerverkaufspreises ausmacht, sofern dieser Betrag (entgegen den Angaben in der Beschwerde, wo nur die Feststellung gemacht wurde, dass kein hoeherer Kurs als der Haendlerkaufpreis nach der Eurotax-Liste erzielt werden konnte) dem normalen Geschaeftsverlauf sehr nae....

Doch auch wenn der Rückzugswert auf dem beizulegenden Zeitwert beruht (vgl. hierzu die Ausführungen im Rahmen des Quantschnigg-/ Schuch-Einkommensteuer-Handbuchs 1988, 24 Z 27 ), kann für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Hinblick auf die Verwaltungsgerichtsbarkeit nichts erlangt werden. Nach Ansicht des Verwaltungsgerichtshofs ist der beizulegende Zeitwert, der ein fiktiver Betrag ist, unter objektiver Betrachtung zu ermitteln und hängt insoweit von den im normalen Geschäftsverlauf verwendeten Handelspreisen ab.

Der von der Steuerbehörde in erster Linie festgesetzte Rücknahmewert ist unter Beachtung der vorgenannten Sachverhalte derjenige, der dem im normalen Geschäftsgang erreichbaren Wert derzeit und mangels Gegenbeweis sehr ähnlich ist.

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