Ein Prozent Regelung beispiel

Beispiel für eine prozentuale Kontrolle

Als Alternative zur "Ein-Prozent-Regel" muss ein Logbuch geführt werden. In der folgenden Grafik sind die Berechnungen und Beispiele dargestellt. Auf der einen Seite gibt es die sogenannte Ein-Prozent-Regel, auf der anderen Seite das Logbuch. Außerdem ist es unerheblich, inwieweit Sie das Fahrzeug für private Zwecke nutzen, wenn Sie mit der Ein-Prozent-Regel rechnen. Hier gilt in der Regel die Ein-Prozent-Regel für Dienstwagen.

Die 1 Prozent Regel für die private Dienstwagennutzung

Für Kraftfahrzeuge, die zum freiwilligen Geschäftsvermögen zählen, wird die 1-Prozent-Regelung mit Wirkung zum 1. Januar 2006 aufhoben. Zukünftig soll die 1-Prozent-Regel nur noch für Personenkraftwagen gelten, die sich im erforderlichen Geschäftsvermögen bewegen. Firmenwagen der geschäftsführenden Gesellschafter zählen immer zum erforderlichen Geschäftsvermögen des Betriebes, da ein solches in vollem Ausmaß für das Geschäft ausgenutzt wird.

Gleiches trifft auf Vehikel zu, die als Teil des Gesamtvermögens einer Partnerschaft gehalten werden, da Partnerschaften kein vorsätzliches Geschäftsvermögen innerhalb des Gesamtvermögens der Partnerschaft haben. Würde ein Auto mit einer privaten Nutzung von 90 Prozent dem gewählten Geschäftsvermögen zugerechnet, könnte der private Anteil mit 1 Prozent des Brutto-Listenpreises besteuert werden und im Gegenzug können alle mit dem Auto verbundenen Aufwendungen als Geschäftsausgaben verrechnet werden.

Dies sollte nur dann ohne großen Zweifel funktionieren, wenn bereits seit Anfang 2006 ein ordentliches Logbuch vorliegt, das den betrieblichen Nutzen nachweist. Diese 1%-Regel ist nur dann gültig, wenn sie nachgewiesen werden kann. Das kann durch die Aufbewahrung eines Logbuchs für einen bestimmten Zeitabschnitt oder durch einen anderen eindeutigen Beweis des Nutzungsumfangs erfolgen - z.B. durch das Vorlegen eines vollständigen Datums, bis zu dem der Nutzungsumfang (falls erforderlich) in Kombination mit anderen Dokumenten nachgewiesen werden kann.

Nachfolgend werden die beiden unabhängigen Steuerberatungsgesellschaften K und S die Firmenfahrzeuge ihrer Kanzlei nutzen: Laut Logbuch beläuft sich die private Nutzung auf 40 Prozent, oft hat er mehrere Abschnitte einer Geschäftsreise zu Kunden in einem Summeneintrag zusammengefasst und die Kunden so aufgelistet, dass die chronologische Abfolge der Besucher ersichtlich ist.

Dies sind im ersten Fall notwendige Betriebsmittel, da die Vehikel Teil des Gesamtvermögens der Firma sind. Die beiden Wagen werden zu mind. 10 % und damit mehr als nur wenig ausgelastet. Meiner Meinung nach sind keine speziellen Unterlagen erforderlich, um eine mehr als geringfügige Verwendung nachzuweisen, sofern keine anderen Kraftfahrzeuge als Betriebsmittel der Firma gehalten werden.

Ein betrieblicher Einsatz von mind. 10 Prozent ist branchenüblich und lässt sich hier anhand von geeigneten Dokumenten wie dem Fahrplan nachvollziehen. Wenn K und S je eine individuelle Praxis haben, repräsentiert das Vehikel bei K ein beliebiges Geschäftsvermögen und bei S ein erforderliches Geschäftsvermögen. Das Ausmaß der operativen Verwendung ist in jedem Fall durch geeignete Nachweise nachzuweisen.

Die 1 %-Regel gilt nach der Einschätzung nicht für K. Der Privatnutzungsanteil der 1-Prozent-Regel hätte nach der derzeitigen Gesetzeslage nur 5.400 Euro erreicht, so dass unter der neuen Gesetzeslage K schlimmer ist als bisher. Für S gilt die 1-Prozent-Regel, da die operative Verwendung 60 Prozent ist. Das Ausmaß der operativen Verwendung wird in einem Logbuch dokumentiert.

Bei einem Nutzungsnachweis von mehr als 50 Prozent kann S zwischen der 1-Prozent-Regel und der Logbuch-Methode auswählen. Bei nachträglichen Änderungen der Datensätze wird das Logbuch als nicht korrekt aufbewahrt - dies betrifft in der Regel eine Excel-Tabelle. Weil die Einträge in einem Logbuch eine "Buchform" haben sollen, müssen die Informationen in gebundener, aber mindestens geschlossener Weise so erfasst werden, dass spätere Änderungen auszuschließen oder wenigstens zu erkennen sind (BFH 16.11. 05, VI R 64/04, Signatur 060677).

Das Logbuch ist nach der früheren Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes tagesaktuell zu führen und muss neben der entsprechenden Registernummer folgende Informationen enthalten: Gesamtkilometerzahl; bei Dienstreisen Termin, Laufleistung zu Anfang und Ende der Dienstreise; Zielort mit Reiseplan; Zweck der Reise mit den Daten des besuchten Partners; ggf. Zeitdauer der Berufstätigkeit an den Einzeltagen (BFH 22.8. 02, BFH/NV 03, 302); Umleitungsstrecken müssen kenntlich sein, Privatreisen mit Kilometerangaben; Reisen zwischen Wohnort und Arbeitsplatz müssen ersichtlich sein.

Mit Beschluss vom 16. März 2006 (VI R 87/04, Abruf-Nr. 061166) hat der Bundesfinanzhof die Voraussetzungen für die Eintragung in das Logbuch wie nachfolgend beschrieben festgelegt: In einem ordnungsgemäßen Logbuch müssen in der Regel das Reisedatum, der Zielort, der besuchte Kunde oder Partner oder der Geschäftsgegenstand und die Gesamtkilometerleistung des Fahrzeuges am Ende der Reise vermerkt sein.

Wenn im Logbuch die besuchten Einzelkunden oder -partner in chronologischer Abfolge aufgelistet sind, können mehrere Abschnitte einer Geschäftsreise zu einem Summeneintrag zusammengefasst werden. Die Überführung von der gewerblichen in die private Benutzung des Fahrzeuges ist im Fahrzeugschein durch Angaben zur Gesamtkilometerleistung am Ende der Berufsfahrt zu vermerken.

Diese Informationen müssen dem Logbuch selbst entnommen werden. Im ersten Fall hat S ein ordentliches Logbuch angelegt. Im Falle einer gleichmäßigen Reise ist der Meilenstand am Beginn und am Ende jedes Abschnitts nicht (mehr) aufzuzeichnen, wenn die chronologische Abfolge der besuchten Wegpunkte durch andere Informationen identifiziert werden kann. 2.2. 2 Umsetzung der 1-Prozent-Regel: Bei einem Preis von EUR 552. 000 liegt der private Anteil bei EUR 6.600 (EUR 550 x 12 Monate).

Der private Anteil von S reduziert sich mit der 1-Prozent-Regel, die S trotz Logbuch auswählt. Die private Nutzung der zum Gesamtvermögen gehörigen Kraftfahrzeuge ist gesellschaftsrechtlich ausgenommen. Gilt in diesem Falle die 1-Prozent-Regel? Regel oder Fahrtenbuchverfahren ( 6 Abs. 2 Nr. 4 S. 2 und 3 EStG).

Allein die Aussage, dass das Auto nicht für private Fahrten oder private Fahrten nur mit anderen Kraftfahrzeugen benutzt wird, genügt nicht, um von der Geltung dieser Regelung Abstand zu nehmen (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 und 3 EStG). Auch wenn ein zweites Auto für private Fahrten zur Verfügung steht und ein gesellschaftsrechtliches Nutzungsverbot vorliegt.

Stattdessen muss ein Aktionär, der ein von der Firma erworbenes Auto auch geschäftlich nutzen will, nachweisen, dass das zur Verfuegung gestellte Auto auch fuer private Zwecke verwendet wird (vgl. auch Niedersachsisches FG 1.3. 06, PFB 06, 106, Rufnummer 060956). Das Auto hält nach dem Ende der Taetigkeit nachweisbar auf dem Praxisplatz.

Zu diesem Zweck wäre eine angemessene Kontrolle durch Organisationsmaßnahmen sicherzustellen; es wäre nachzuweisen, dass ein gleichaltriges Kraftfahrzeug für den privaten Gebrauch zur Verfügung steht und vom Eigentümer und nicht (überwiegend) von anderen Familienmitgliedern benutzt wird. Insofern ist vorsichtig zu sein, da oft die Aussage gemacht wird, dass ein Privatfahrzeug benutzt wird.

Der Nachweis einer geringen Privatnutzung kann nach dem Ziel der Pauschalverordnung nur durch das Vorlegen eines Fahrtenbuches erbracht werden. Der Gesetzesentwurf, wonach die 1-Prozent-Regel nur für Fahrzeuge des erforderlichen Geschäftsvermögens gelten soll, tritt retrospektiv zum 1.1.06 in Kraft. Alle Selbständigen, die ihren Personenkraftwagen als Geschäftsvermögen und nicht als Fahrausweis behalten, sind davon berührt.

Vehikel, die als Teil des gesamten Handvermögens (nicht als Sondervermögen) von Mitunternehmern geführt werden, sind immer Teil des erforderlichen Betriebsvermögens. Hierbei kommt die 1-Prozent-Regel zur Anwendung, es sei denn, der Grad der operativen Verwendung ist von geringer Wichtigkeit (weniger als 10 Prozent). Das Ausmaß der operativen Verwendung ist in jedem Fall durch überprüfbare Eintragungen im Tagebuch oder in einem Logbuch für einen bestimmten Zeitabschnitt nachzuweisen.

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