Effektiver Jahreszins

Jährlicher Gebührenprozentsatz

Als effektiver Jahreszins, genauer gesagt als effektiver Jahreszins, werden die Jahreskosten von Darlehen auf Basis der Nominalgröße des Darlehens bezeichnet. Wie ist der effektive Jahreszins und wie unterscheidet er sich vom Soll- oder Nominalzins? Der effektive Jahreszins, wie er berechnet wird und warum er so wichtig ist. Wie hoch ist der effektive Zinssatz? Damit der Jahreszins so niedrig wie möglich gehalten wird, wird eine kurze Laufzeit mit hohen Tilgungsraten empfohlen.

Jährlicher Prozentsatz der Gebühren- und Sollzinssatzrechnung

Die Jahresprozentsätze (oder Effektivzinsen) sind ein Indikator, der die gesamten Jahreskosten eines Kredites, basierend auf dem Gesamtbetrag des Kredites und der gesamten Darlehenslaufzeit, anzeigt. Grundsätzlich sollten die Konsumenten auf einen Blick sehen können, welche Jahreskosten ihnen im Zusammenhang mit der Förderung entstehen.

Der Effektivzinssatz soll auch die Vergleichbarkeit verschiedener Darlehensangebote erleichtern. Die Finanzrechner auf dieser Webseite erleichtern Ihnen die Ermittlung des Effektivzinssatzes! Sie können auch den Darlehensvergleich und den Hypothekenvergleich verwenden, um die Effektivzinsen verschiedener Kreditgeber für Ratendarlehen und Immobiliendarlehen zu ermitteln. Zum besseren Verständnis der Wichtigkeit des jährlichen Prozentsatzes ist es ratsam, diesen zusammen mit dem Nominal- oder Sollzinssatz zu erwägen.

Also was versteht man unter dem Ausdruck "Nominalzins" und wo ist die Differenz zum effektiven Zinssatz? Die Nominalverzinsung bezieht sich sozusagen auf die "Zinskosten" oder die "Entschädigung", die die Hausbank für das Darlehen einfordert: Sie wird in Prozent des Darlehensbetrages angegeben: Bei einer Kreditaufnahme von 1000 EUR und einer Rückgabe von 1050 EUR an die Hausbank nach exakt einem Jahr betragen sowohl der Nominal- als auch der effektive Zinssatz 5%.

Es besteht also in diesem Falle kein Unterschiedsbetrag zwischen Nominal- und Effektivzinssatz. Es ist jedoch inzwischen üblich, den Darlehensbetrag nicht mehr in einer einzigen Rate, sondern in Monatsraten zurückzuzahlen. Dividiert man den Nominalzins von 5% durch 12 Monaten, so beträgt der monatliche relative Nominalzins 0,417%, der am Ende jeder Berichtsperiode die verbleibende Schuld verzinst.

Unter Berücksichtigung der Zinseszinsrechnung bezahlen wir der Hausbank sogar etwas mehr als die vereinbarte Jahresverzinsung von 5%. Weil die erste Verzinsung bereits nach einem Monat geleistet wird, bekommt die Hausbank ihr Kapital in 11 von 12 Faellen "zu frueh" und kann es bis zum Ende des Jahres zum gleichen Zins ausleihen.

Der Nominalzins für das Jahr liegt bei einem monatlich periodischen Zinssatz von 0,417% im oben genannten Beispiel bei 5%. Die Jahresprozentsätze berücksichtigen dagegen den Zinseszins-Effekt und den exakten Zeitpunkt der Zinszahlung und betragen bereits ca. 5,12%. Die zweite wesentliche Differenz zwischen dem Effektivzinssatz und dem Sollzinssatz betrifft die Honorare und sonstige Aufwendungen eines Ausleihens.

Der Fremdkapitalzins spiegelt nur die reine Zinsbelastung wider, der Jahreszins enthält aber auch die Mehrkosten. Ein weiteres Beispiel: Sie borgen sich 1000 EUR von der Hausbank und bezahlen den Darlehensbetrag und die Verzinsung in Höhe von 1050 EUR am Ende des Jahres zurück. Dazu kommt, dass die Hausbank eine Bearbeitungsgebühr von 10 EUR berechnet und diese unmittelbar bei der Darlehensauszahlung abzieht: Sie bekommen nur 990 EUR.

Die Verzinsung des Darlehens liegt weiterhin bei 5% p.a. auf Basis des Nominalbetrages von 1000 EUR. Berücksichtigt man jedoch die bezahlten Honorare, so liegt der Jahreszins bei beeindruckenden 6,06%. Schlussfolgerung: Der Effektivzinssatz ist ausschlaggebend für den Abgleich verschiedener Darlehensangebote und die genaue Kalkulation der Kosten des Credit. Diese muss von der Hausbank berechnet und dem Darlehensnehmer vor der Kreditgewährung bekannt gegeben werden.

Doch Achtung: Obwohl der Jahreszins in der Regel alle anfallenden Gebühren widerspiegelt, beinhaltet er nicht immer die vom Darlehensnehmer abgeschlossenen Restschuldversicherungen. Tip: In unserem Kreditkalkulator können Sie im Bereich "Gebühren/Kosten" eine Restschuld-Versicherung einbinden und so den Effektivzinssatz für Ihr Kreditgeschäft plus die Versicherungsgebühren errechnen.

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