Direktversicherung Sozialbeiträge

Erstversicherung Sozialabgaben

Wird keine Vereinbarung mit dem Arbeitnehmer getroffen, gilt die Direktversicherung als Rückfalllösung. zumindest in Höhe der gesparten oder voll subventionierten Sozialbeiträge. Die Arbeitgeber müssen auch keine Sozialbeiträge zahlen.

Eliminierung doppelter Beitragszahlungen

Arbeitsmarktexperten haben sich am vergangenen Donnerstag im Bundestagsgesundheitsausschuss für die Aufhebung der doppelten Sozialbeiträge zur betrieblichen Altersversorgung ausspricht. Würden die Bausparer - sowohl in der Ein- als auch in der Auszahlphase - doppelte Beitragszahlungen auf ihre betriebliche Altersversorgung leisten müssen, würde dies nach Ansicht mehrerer Experten den Ausbau der zusätzlichen Altersversorgung behindern.

Im Sozialversicherungsgesetz habe es "unzählige Stolpersteine" gegeben. Darüber hinaus setzte sich die aba dafür ein, dass die Betriebsrente in der Finanzierungs- und Versorgungsphase nicht mit Abgaben belastet wird. Der DGB warf vor, dass insbesondere Niedrigverdiener aufgrund der Doppelbeiträge wenig von einer zusaetzlichen Alterssicherung profitieren koennten. Oftmals lässt sich nicht mehr nachvollziehen, in welchen Bereichen und in welchem Ausmaß die ausbezahlten betrieblichen Renten aus Spenden bezahlt wurden.

Anders der GKV: Betriebliche Rentner bezahlen jährlich rund sechs Mrd. EUR Krankenversicherungsbeiträge an die gesetzliche Krankenkasse - Gelder, die bei einer Abschaffung der Sozialbeiträge in der Ausschüttungsphase fehlen würden. Diejenigen, die weniger Beiträge bezahlen, erhalten nicht nur eine tiefere Altersrente, sondern auch eine tiefere Invalidenrente bei Invalidität.

Die Versicherten müssen seit 2004 auch für Rentenzahlungen aus einmaligen Zahlungen, beispielsweise aus der Direktversicherung als kapitalbildende Lebensversicherung, einen Beitrag an die gesetzliche Kranken- und Krankenpflegeversicherung abführen. Damals wurde auch eine Neuregelung eingeführt, wonach die Versicherten nicht mehr die Hälfte des üblichen Beitragssatzes, sondern den gesamten Krankenversicherungsbeitrag bezahlen. Nach Angaben von hib plädieren nun mehrere Experten im Parlament für die Wiedereinführung von mindestens der Hälfte der vor 2004 geltenden Beitragssätze, um die betriebliche Altersversorgung attraktiver zu machen.

Seit 2018 sind mit dem Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung (BRSG) die geförderten betrieblichen Renten (Riester-Betriebsrenten) in der Ausschüttungsphasebeitragsfreiheit. Auch in der Rückzahlungsphase sind Beitragszahlungen zu leisten, sofern sie nicht über die Brutto-Entgeltumwandlung in die Betriebsrente einfließen. Werden vom Bruttolohn Beträge in die Betriebsrente eingezahlt, sind bis zu vier Prozentpunkte der Beitragsbemessungsgrundlage von den Sozialversicherungsbeiträgen befreit.

Aber wer mehr bezahlt, seinen Arbeitsvertrag z.B. nach einem Arbeitsplatzwechsel im privaten Bereich fortsetzt oder sowieso nur vom Nettolohn abführt, hat bereits Sozialversicherungsbeiträge auf diese Beträge gezahlt. Bei der Auszahlung bezahlen diese wieder.

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