Buchführungspflicht nach Hgb

Buchhaltungspflicht nach Hgb

regelt die Befreiung kleiner Einzelunternehmer von der Buchführungspflicht. Die Bilanzierungspflicht ist strikt zwischen kaufmännischen und steuerlichen Bilanzierungspflichten zu unterscheiden. Das HGB enthält ergänzende Regelungen für Unternehmensdaten bestimmter Rechtsformen.

Grundlagen der Rechnungslegung: Revisionsrelevante Kenntnisse nachvollziehbar und.... - Benjamin R. Auer

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mw-headline" id="Gesetzliche Normen">Rechtliche Normen

Nach § 238 Abs. 1 HGB ist jeder Unternehmer dazu angehalten, nach den Regeln ordnungsgemäßer Buchhaltung Buch zu führen und sein Handelsgeschäft und die Vermögenslage in diesen Büchern sichtbar zu machen. Er ist auch zur Führung der Buchhaltung verpflichtet: Die Rechnungslegung hat gemäß 238 Abs. 1 Satz 2 HGB so zu erfolgen, dass sie einem sachkundigen Dritten innerhalb einer angemessenen Frist einen Einblick in die Geschäftsvorgänge und die Situation der Gesellschaft verschaffen kann.

Ausschlaggebend für die handelsrechtliche Bilanzierungspflicht ist daher der Status eines Kaufmanns. Nach § 1 Abs. 1 HGB ist ein Unternehmer ein Gewerbetreibender. Nach § 1 Abs. 2 HGB ist jedes Gewerbe ein Handelsgeschäft, es sei denn, die Unternehmensart oder der Unternehmensumfang verlangt keine gewerbliche Gründung.

Es ist jedoch fragwürdig, wann ein Handel verfügbar ist. Nur aus § 1 Abs. 2 HGB kann geschlossen werden, dass es sich bei dem Handelsgeschäft um ein Gewerbe handelt, das nach seinem Typ (Verwendungszweck) und seiner Größe (Betriebsgröße) eine gewerbliche Tätigkeit ausübt. Die folgenden Punkte deuten darauf hin, dass ein Handel nicht vorhanden ist: Nach § 2 HGB wird ein Handelsunternehmen, dessen Handelsunternehmen nicht bereits ein Handelsunternehmen im Sinne des 1 Abs. 2 HGB ist, als Handelsunternehmen angesehen, wenn der Name der Gesellschaft in das Firmenbuch aufgenommen wird.

Die Unternehmerin hat das Recht, sich zu registrieren, ist aber nicht dazu verpflichtet. Eine gewerbliche Tätigkeit besteht nur, wenn sie registriert ist. Gemäß 3 Abs. 2 HGB können diese Gesellschaften jedoch auch auf freiwilliger Basis in das Firmenbuch eingetragen werden. Wenn der Eintrag gemacht wird, handelt es sich ebenfalls um einen kommerziellen Handel. Nach § 6 HGB sind alle Wirtschaftsunternehmen aufgrund ihrer rechtlichen Form Kaufleute: Nach 241a HGB sind Einzelunternehmer, die an den Bilanzstichtagen zweier aufeinanderfolgender Geschäftsjahre die 238 bis 241 HGB für einen Umsatz von nicht mehr als je 600.000 EUR und einen Jahresüberschuss von je 60.000 EUR nicht anwenden müssen und somit von der Bilanzierungspflicht ausgenommen sind.

Erich Fleischer Verlagshaus GmbH, Frankfurt am Main, Buchhaltung und Bilanzen, Ausgabe Nr. 2, 2015, Erich Fleischer Verlagshaus, S. 47 ff.

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