Buchführungspflicht Landwirtschaft

Aufzeichnungspflicht in der Landwirtschaft

Entstanden durch Johann Mayer, Landw. Fachschule Otterbach. Gutachterlich geprüft + vollständig + kostenlos: die Buchhaltung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Die Steuerbehörde muss die Buchhaltungspflicht mindestens einen Monat vor Beginn beginnen (und beenden). Zusätzlich zur Buchführung gibt es zwei weitere landwirtschaftliche Buchführungssysteme für landwirtschaftliche Betriebe: - Buchführung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe.

Aufzeichnungspflicht in der Forst- und Landwirtschaft

Der Landwirt ist unter gewissen Bedingungen auch dazu angehalten, je nach Situation ganz oder zum Teil Buch zu führen. Einige der internen Belege sind für Steuerzwecke nicht erlaubt, die Steuerbuchhaltung hingegen ist aus Sicht der Betriebswirtschaft nur zum Teil aussagekräftig. Inwieweit und in welchem Umfang ein Landwirtschaftsbetrieb steuerpflichtig ist, richtet sich nach dem entsprechenden Umsatzvolumen bzw. dem Anteilswert.

Vollständig, eingeschränkt oder nicht buchhaltungspflichtig? Der magische Wert (Umsatzschwellen) für die Buchhaltungspflicht beträgt 400.000 EUR (bezogen auf den Jahresumsatz) und 10.000 bzw. 150.000 EUR (bezogen auf den Stückwert): Übersteigt der Jahresumsatz (abzüglich Mehrwertsteuer) die magische Obergrenze von 400.000 EUR für zwei aufeinander folgende Jahre, ist das Unternehmen verpflichtet, die Buchhaltung für das zweite Folgejahr zu führen.

Beispiel: Zum Stichtag des Jahres 2010 erzielte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 425.000 EUR und zum Stichtag des Jahres 2011 von insgesamt rund 217.000 EUR. Die vollständige Abrechnung muss ab sofort ab Version 2.1.2012 durchgeführt werden. Gleiches trifft auf den Anteilswert zu. Übersteigt der Anteilwert am Stichtag den magischen Grenzwert von 150.000 EUR, unterliegt das Unternehmen am Stichtag nach Bekanntgabe des Veranlagungsbescheides einer eingeschränkten Bilanzierungspflicht.

Beispiel: Der Steuerbescheid über 160000 EUR zum Stichtag des Jahres 2010 wurde am 13. Januar 2010 abgegeben. Der Zeitraum startet am oder nach dem ersten Januar 2011, so dass die Gesellschaft ab dem ersten Januar 2013 vollständig rechenschaftspflichtig ist. Wenn ein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb keine vollständige Buchhaltung führen muss, wird der Anteilwert verwendet.

Wenn der Anteilwert am ersten Januar zwischen den Zaubergrenzen von 100.000 und 150.000 EUR liegen sollte, unterliegt das Unternehmen ab dem ersten Januar nach Bekanntgabe des Veranlagungsbescheides einer eingeschränkten Bilanzierungspflicht. Unternehmen, die am zweiten Netz scheitern, sind von der Buchhaltungspflicht auszunehmen. Das Rechnungswesen verlangt eine sorgfältige Bestimmung des Ist-Zustandes (Inventar) aller Vermögenswerte, einschließlich tierischer Vermögenswerte, Gebäudebewertungen, Maschinen, Anlagenbestände (teilweise), Bestände und natürlich aktiver und passiver Kassenbestände (Kredite und Schulden).

Wichtig ist auch eine klare Unterscheidung zwischen Hof und Haus - auf einem Bauernhof nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Die Buchhaltungspflicht kann quasi über Nacht kommen, so dass viele Bauern vor dem Hintergrund des Problems gestellt sind, dass sie sich über die tägliche Arbeit auf dem Feld hinaus mit diesem heiklen Thema beschäftigen müssen.

Schließlich ist die Buchhaltung nicht nur eine große Bürokratie, sondern verlangt auch größte Umsicht. Die Gesetzgebung verlangt viel von einer ordnungsgemäßen Rechnungslegung, und Verstöße können mit Geldstrafen geahndet werden, die im Extremfall gar zum Scheitern verurteilt sein können. So kann er die individuellen Abläufe kontrollieren, den Bauern von vielen buchhalterischen Aufgaben entlasten und ihm mit Rat und Tat zur Verfügung steht.

Die Steuerberaterin bzw. der steuerliche Berater erkennen rasch anhaltende Defizite und können so dem Bauern dabei behilflich sein, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen und seine Betriebs- und Familienexistenz zu erhalten.

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