Bildschirmbrille Arbeitgeber

Arbeitgeberbrille

Arbeitgeberbrille - Wer trägt die Kosten? Einige Arbeitgeber versuchen, sich ihrer Verpflichtung zu entziehen und die Kosten der Schutzbrille an die Arbeitnehmer selbst weiterzugeben. Die am häufigsten gestellten Fragen zur Ergonomie am Computerarbeitsplatz werden von uns beantwortet. Bei Mitarbeitern, die vom Betriebsarzt als brillenbedürftig zertifiziert wurden, muss der Arbeitgeber diese Brille zur Verfügung stellen. Bei einigen Unternehmen unterstützt der Arbeitgeber diese Art von Schutzbrillen finanziell.

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Das vorliegende Werk veranschaulicht den Erfolg von präventiven Massnahmen inklusive der individuellen Konzeptentwicklung in der beruflichen Förderung von Gesundheit. Erfahrene Autorinnen und Autoren erläutern, wie man sich Firmen erschließt, erfolgreiche Bestellungen akquiriert und massgeschneiderte Konzeptionen erstellt. Erfahren Sie von den Expertinnen und Spezialisten, wie Sie Ihre Fähigkeiten und Erfahrung als Therapeutin für einen professionellen Einstieg in die berufliche Förderung einbringen.

Die 7 wichtigsten Informationen zum Arbeitsplatz

Die Arbeit am Computer kann einen übel machen. Aus diesem Grund muss der Arbeitgeber die Computerarbeit so gestalten, dass Missbrauch und Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden können. Auf die 7 häufigsten Fragestellungen unseres Informationsdienstes "Arbeitssicherheit und Mitbestimmung" können Sie hier eine Antwort nachlesen. Welche Lasten können durch die Arbeit am Rechner entstehen? Der Blick auf den Schirm führt permanent zu Augenstress.

Physische Fehlstellungen beim Arbeiten mit dem Bildschirm können zu Rücken-, Nacken- oder Kopfweh nachlassen. Doch auch Geisteskrankheiten sind die Folge der Siebarbeit. Fehlende Einweisung in die Arbeit mit dem Computer, Über- oder Unterbeanspruchung, zu häufiges Unterbrechen sind Ursachen für psychologische Einflüsse. Welche Vorschriften gibt es für die Arbeit am Computer? Die Vorschriften und Regeln der Arbeitssicherheit dienen dazu, die Gefahren durch PC-Arbeiten zu mindern.

Der VDU-Vertrag ist seit dem Jahr 2016 außer Kraft. 1. Alle Bestimmungen der VO sind jedoch in die seit dem 3.12.2016 geltende neue ArbStättV übernommen worden. Die Kernbestimmung für PC-Arbeiten ist nun Anlage 6.1 der ArbStättV. Die PC-Arbeitsplätze müssen so eingerichtet sein, dass sie keine gesundheitlichen Risiken für die Mitarbeiter darstellen. Der Monitor muss flackerfrei sein, die Bildschirmqualität muss dem aktuellen Stand der Technik genügen.

Werktische und andere Flächen dürfen auch nicht gespiegelt werden. Das Licht muss zur Umwelt passend sein, ein guter Gegensatz zwischen Schirm und Umwelt ist entscheidend. Der Arbeitgeber muss auf Verlangen Arm- oder Fussstützen zur Verfügung stellen. Weitergehende Anforderungen sind in Nr. 6. 1 des Anhanges ArbStättV enthalten. Hat der Arbeitgeber Augenuntersuchungen und eine Brille anzubieten?

Die Arbeitgeberin hat Mitarbeitern, die am Computerbildschirm tätig sind, vor Arbeitsbeginn, während der Arbeit und bei Sehstörungen Vorkehrungen zu treffen (§ 5 ArbMedVV). Zusätzlich muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Bildschirmbrille zur Verfügung stellen, die den besonderen Erfordernissen der Arbeit am Computer entspricht. In der Regel muss er die Gesamtkosten für eine Brille tragen, wenn der Mitarbeiter oft am Computer sitzt und ein Ophthalmologe bestätigt, dass er aus Gesundheitsgründen Sehhilfen braucht.

Muss der Arbeitgeber eine Pause einlegen? Gesunde Arbeitsgestaltung bedeutet auch, dass die Arbeiten durch andere Aktivitäten (Mischarbeit), Unterbrechungen oder Ruhezeiten regelmässig unterbunden werden (Anlage 6. 1 Abs. 2 ArbStättV). Sie sind als Kompensation vorgesehen und sollen bei PC-Arbeiten zur Reduzierung einseitiger Lasten und zur Vermeidung von Fehllasten beitragen.

Nach 50 minütiger, intensivster PC-Arbeit wird eine Ruhepause von 5-10 min eingelegt. Der Unterbruch ist natürlich Teil der Zeit. Muss der Arbeitgeber für jeden PC-Arbeitsplatz eine Risikobeurteilung vorlegen? Grundsätzlich ja. Denn die Arbeit am PC stellt zweifellos eine Gefährdung für die Mitarbeiter dar. Weil die geltenden Vorschriften zu ihrem Schutze nur einen "Gestaltungsrahmen" (insbesondere Anlage 6. 1 ArbStättV) bieten, müssen sich aus einer Risikobewertung die konkreten Massnahmen ergeben.

Die Gefährdungen sind für jeden Einzelarbeitsplatz zu bestimmen und nach § 5 ARB-SchG detailliert zu definieren, z.B. für Licht, Sitze oder Bildschirm. Der Arbeitgeber muss jedoch nicht unbedingt für jeden Einzelarbeitsplatz eine Risikobewertung durchführen. Im Falle ähnlicher Arbeitsverhältnisse genügt es, einen Einzelarbeitsplatz als Beispiel im Sinn einer Normung zu erachten.

Diese Schutzmassnahmen treffen dann auf alle ähnlichen Arbeitsstätten zu. Was trifft auf Tele- und Mobilarbeit zu? Telecommuting Workstations sind vom Arbeitgeber im privaten Bereich der Mitarbeiter dauerhaft installierte Computerarbeitsplätze. Alle Vorschriften, die auch sonst für PC-Arbeiten im Einsatz zutreffen, finden auf diese Anwendung. Allerdings wird die Gefährdungsabschätzung nur einmal für private Arbeitsstätten und immer bei der Einrichtung des Arbeitsortes durchgeführt, um die Vertraulichkeit des Arbeitnehmers zu schütz.

Für den Fall, dass sie am Arbeitsort oder bei der Fernarbeit verwendet werden, findet die Anlage 6.4. der ArbStättV Anwendung, die die wesentlichen Ergonomieanforderungen für Mobilgeräte wiedergibt. Grösse, Gestalt und Gewichte der mobilen Vorrichtungen müssen der jeweiligen Aufgabe entsprechen und die Schirme müssen nicht reflektierend sein. Mobilgeräte ohne Tastatureingabe dürfen nur kurzzeitig genutzt werden.

Die ArbStättV ist nicht anwendbar bei der Nutzung von mobilen Geräten außerhalb der Arbeit, d.h. bei der Arbeit von zu Hause oder auf der Straße, solange dort kein Firmen-PC installiert ist. Die allgemeinen Gefahrenschutzbestimmungen, wie die Arbeitsschutzverordnung, finden dann auf diese Situation Anwendung. Welche Bedeutung hat der EBR für die VDU-Arbeit? Die Betriebsräte können einen großen Einfluß haben.

Gemäß 80 BetrVG hat der Arbeitgeber zu prüfen, ob er seine rechtlichen Verpflichtungen und Versäumnisse gemäß ArbStättV beibehält. Darüber hinaus hat der Gesamtbetriebsrat ein wirkliches Mitspracherecht bei der Gestaltung von Computerarbeitsplätzen (§ 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG). Die Anforderungen des Gesetzgebers (Anlage 6. 1 ArbStättV) sind allesamt rein rahmenrechtliche Vorschriften, die an die besonderen Einsatzbedingungen angepasst werden müssen.

Bei den Rahmenregelungen im Bereich Arbeitssicherheit ist stets zu beachten: Der Konzernbetriebsrat muss ein Mitspracherecht haben, ohne das nichts funktioniert. Bei der Risikobeurteilung muss der Konzernbetriebsrat seinen Einflussbereich nutzen. Sie sollte sicherstellen, dass alle notwendigen Massnahmen zum Schutze der Arbeitnehmer getroffen werden. Bei der ergonomischen Gestaltung des Arbeitsumfeldes und der gesamten Arbeitsorganisation ist darauf zu achten, dass sie die Mitarbeiter kaum belasten.

Gemischte Arbeiten, Unterbrechungen, regelmäßige Gesundheitschecks - all dies kann vom Gesamtbetriebsrat festgelegt werden, am besten in einer Werksvereinbarung. Für die Mitarbeit am PC im Unternehmen und für die Fernarbeit gelten daher die gesetzlichen Bestimmungen. Im Falle der mobilen Tätigkeit sollte der Konzernbetriebsrat durch den Abschluß einer Werksvereinbarung besonderen Einfluß ausüben. Weitere spannende Infos zum Arbeits- und Gesundheitsschutz erhalten Sie in unserem neuen Informationsservice "Arbeitssicherheit und Mitbestimmung".

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