Bewirtungskosten Angestellte

Hotelkosten für Angestellte

Die Verpflegungskosten für Ihre eigenen Mitarbeiter sind voll abzugsfähig. können für Sie eine äußerst flexible und kostengünstige Alternative zu Festangestellten sein. Die Universität Kassel kann die Kosten der Bewirtung grundsätzlich nicht tragen oder erstatten. Zum Beispiel, wenn Sie Ihren Mitarbeiter zu einem Weihnachtsessen am Ende des Jahres einladen.

Die FG Rheinland-Pfalz GmbH ist von der Absetzbeschränkung ausgenommen.

Das Bundesfinanzhof hat kürzlich deutlich gemacht, dass die Ausgaben eines Leiters mit variabler Vergütung für die Unterhaltung seiner Berufskollegen und ihm unterstellten Arbeitnehmer nicht der Vorsteuerabzugsbeschränkung nach 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2; 9 Abs. 5 Nr. 5 StG unterworfen sind ( "BFH 19.6. 08, VI R 33/07, BStBl II 09, 11; BFH 19.6. 08, VI R 12/07, BFH/NV 08, 1997).

Die FG Rheinland-Pfalz (19.2. 09, 5 K 1666/08, Tel.-Nr. 091756) hat nun hinzugefügt und beschlossen, dass in solchen Faellen die Bewirtungskosten in vollem Umfang abgezogen werden koennen, auch wenn die Teilnehmerzahlen und der Grund fuer die Gastfreundschaft fehlerhaft sind. Die Klägerin hat im Prozessjahr 2006 mit ihren Erträgen aus nicht selbständiger Erwerbstätigkeit Bewirtungskosten in der Größenordnung von 262 EUR als einkommensbezogene Aufwendungen ausgewiesen.

In der Rechnung steht der Vermerk "Jahresabschlussveranstaltung mit eigener Abteilung". Die FA lehnte den Verpflegungskostenabzug ab mit dem Vermerk, dass die formellen Anforderungen (Name und Adresse des Restaurants, Namen des Steuerzahlers, der die Veranstaltung ausrichtet, Informationen zum Catering und zu den zu bedienenden Personen) nicht erfüllten. Außerdem geht es auch um die Lebenshaltungskosten, denn die Verpflegung erfolgte am Tag vor dem Geburtsdatum des Beschwerdeführers, d.h. es gab einen Privatanlass.

In einem Widerspruchsverfahren hat der Antragsteller die relevanten Informationen auf der zurückgesandten Original-Rechnung mit Ausnahmen des Veranstalters eingetragen und das Dokument wiedervorgelegt. Der Grund der FA: Nach mehr als einem Jahr können die Informationen auf der Gastgeberrechnung nicht mehr nachgeholt werden und es fehlt übrigens noch der Host.

Aufgehoben wurde die Kostenübernahme durch den Auftraggeber anlässlich von Jahresendveranstaltungen. Als einkommensbezogene Ausgaben hat die Stiftung dann den vollen Betrag der Bewirtungskosten in Rechnung gestellt. In Anlehnung an die nunmehr geltende Rechtssprechung des Bundesfinanzhofs (BFH 11.1. 07, VI R 52/03, Bundesfinanzhof II 07, 317; BFH 1.2. 07, VI R 25/03 Bundesfinanzhof II 07, 459) können Bewirtungskosten eines Leiters als einkommensbezogene Kosten bei Vorliegen eines "beruflichen Grundes" in Anspruch genommen werden.

Der Grund für die Gastfreundschaft ist laut BFH-Jurisprudenz nicht nur ausschlaggebend dafür, ob es einen beruflichen Grund gibt; ein wichtiger Hinweis ist auch, dass der Steuerzahler eine vom Arbeitserfolg abhängt. Dementsprechend werden die Bewirtungskosten eines Managers mit variabler Vergütung für die ihm berichtenden Mitarbeitenden bei einer Abschlussparty professionell induziert und können daher in vollem Umfang als einkommensbezogene Kosten abgezogen werden.

In Anbetracht des Kreises der Teilnehmer und des Ende der Gastfreundschaft deutet nicht einmal die Tatsache, dass die Veranstaltung am Tag vor dem Tag des Gastgebers stattgefunden hat, auf den "privaten Anlass" der Gastfreundschaft hin. Besonders hervorzuheben ist jedoch die Tatsache, dass die Kosten der Gastfreundschaft trotz der von der FA gerügten Mängel in vollem Umfang abzugsfähig sind.

In Ermangelung eines Nachweises gilt die korrespondierende Begrenzung der Abzüge ( 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 Satz 2 und 3 EStG) nicht, wenn ein Mitarbeiter aus beruflichen Gründen Kosten für die Unterhaltung von Arbeitskolleginnen und -kollegen hat. D. h., wenn ein Mitarbeiter die Bewirtungskosten aus beruflichen Gründen und ausschließlich für Kollegen übernimmt, entfallen die strikten formalen Anforderungen.

Stattdessen gelten die allgemeinen Grundsätze des Nachweises für die Behauptung von Erträgen. Die Abzugsfähigkeit der Bewirtungskosten ist nach der Rechtssprechung wie folgt zu unterscheiden: 1: Im Falle von Einkünften aus Gewinnen beschränkt 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 StG die Möglichkeit des Abzugs als Betriebsausgabe auf 70 Prozent der vernünftigen und in gewisser Hinsicht belegten Kosten anläßlich der Unterhaltung von Menschen bei "geschäftlichem Anlass".

"Der" Geschäftsgrund ist nicht gleichbedeutend mit "durch die Gesellschaft herbeigeführt" (§ 4 Abs. 4 EStG) oder "Geschäftsgrund" (BFH 19.6. 08, VI R 33/07, BStBl II 09, 11). Gibt es bei den Gewinneinnahmen eine rein interne Mitarbeiterverpflegung, so gibt es keine Abzugsbeschränkungen. Die EStGs sind voll abzugsfähige Betriebskosten.

Wird § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 StG sinngemäß auf einkommensbezogene Aufwendungen angewendet, so ist damit auch der "geschäftliche Grund" nicht mit dem " beruflichen Grund " gleichzusetzen. Die Abtragungsbeschränkung gilt daher nicht, wenn ein Mitarbeiter nur aus beruflichen Gründen für Kollegen tätig ist. Ein Mitarbeiter, der Mitarbeiter beim selben Auftraggeber aufnimmt, um den ökonomischen Nutzen der von ihm geführten Fachabteilung zu gewährleisten und damit zumindest indirekt selbst davon zu profitieren, benimmt sich nicht anders als ein Gastgeber.

Das Bundesfinanzhof hat kürzlich deutlich gemacht, dass die Ausgaben eines Leiters mit variabler Vergütung für die Unterhaltung seiner Berufskollegen und ihm unterstellten Arbeitnehmer nicht der Vorsteuerabzugsbeschränkung nach 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2; 9 Abs. 5 Einkommensteuergesetz unterworfen sind. Nun hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz hinzugefügt und beschlossen, dass die Bewirtungskosten in solchen Faellen voll abzugsfaehig sind, auch wenn die Unterlagen der Teilnehmer und der Grund fuer die Gastfreundschaft Fehler aufzeigen.

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