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(insbesondere § 238 HGB), muss diese Verpflichtung auch im Interesse der Besteuerung erfüllen (abgeleitete oder derivative Bilanzierungspflicht; § 140 AO). Die Bilanzierungs- und Erfassungspflichten nach anderen Gesetzen (sofern Eigenbetrieb und AA kongruent sind) führen dagegen weiterhin zu einer steuerlichen Bilanzierungspflicht nach § 140 AO. Eine Bilanzierungspflicht nach § 140 AO kann durch ausländische Standards nicht begründet werden. Der Steuerrückbehalt ist in der AO geregelt, im Wesentlichen in § 147.

Umsatzsteuerlexikon von A-Z Buchführungspflicht nach § 140 AO

Nach § 140 AO hat eine Person, die nach anderen Rechtsvorschriften als den steuerlichen Vorschriften zur Führung von Büchern und Unterlagen verpflichtet ist, auch die ihm nach den anderen Rechtsvorschriften obliegenden Pflichten zu erfuellen. Vor allem die handelrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ( 238 ff. HGB) werden damit grundsätzlich auf das steuerliche Recht umgestellt.

Zu diesen Nachweisen gehören unter anderem die in 140 AO erwähnten Geschäftsbücher und Unterlagen; die Aufbewahrungspflicht ist somit eine konkretisierte Pflicht zur Mitwirkung nach § 90 Abs. 1 AO. Sie sind beweiskräftig, vor allem nach § 158 AO. AO, wenn es keinen Grund gibt, ihrer sachlichen Korrektheit zu widersprechen.

Die AO bildet nicht die Grundlage der Steuer. Das gilt vor allem dann, wenn gegen die Prinzipien der ordnungsgemäßen Rechnungslegung (GoB) verstossen wurde oder deren faktische Korrektheit zu bemängeln ist. Eine Verletzung der handelsrechtlichen Vorschriften kann daher dazu führen, dass das Finanzamt den berechneten Ertrag nicht als Bemessungsgrundlage ansieht und den Ertrag in angemessener Form abschätzt.

141 AO regelt die ursprünglichen steuerrechtlichen Vorschriften als Sonderregelung und bezieht sich auf einen nicht unter § 140 AO fallenden Kreis von Personen (siehe Bilanzierungspflicht unter § 141 AO). 140 AO dagegen deklariert alle nicht steuerrechtlichen Bilanzierungspflichten als Steuerpflichten (abgeleitete Bilanzierungspflicht); vgl. auch Bilanzierungspflicht - Audit Scheme. Jeder Unternehmer ist nach 238 HGB dazu angehalten, seine Geschäfte und die Situation seines Eigentums nach den Regeln ordnungsgemäßer Rechnungslegung (GoB) in diesen Büchern festzuhalten und sichtbar zu machen.

Handel ist jedes Handelsunternehmen, es sei denn, das betreffende Handelsunternehmen benötigt nach seiner Art und seinem Anwendungsbereich keinen Handelsbetrieb. Für jeden Unternehmer, für den Typ und Anwendungsbereich des Handelsunternehmens einen Handelsbetrieb erforderlich macht (Laufzeit: vgl. Kaufmann), vgl. auch Bilanzierungspflicht - Audit Scheme.

140 AO führen nicht nur zu Bilanzierungs- und Erfassungspflichten aufgrund der handelsrechtlichen Bilanzierungspflicht, sondern auch aufgrund von Bilanzierungs- und vor allem Erfassungsvorschriften einzelner Wirtschaftszweige und Wirtschaftszweige.

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