1 Regelung Listenpreis

I Listenpreissteuerung

Hinweis: Hier ist der Listenpreis inklusive Mehrwertsteuer. Der Listenpreis ist, wie der Name schon sagt, der LIST-Preis. Dies ist der entscheidende Punkt der 1 %-Regel. Die Einfachheit spricht für die 1 %-Regelung für Dienstwagen. Danach wird die Sachleistung auf einen Pauschalbetrag von einem Prozent des Bruttolistenpreises festgesetzt.

Wird der Brutto-Listenpreis für ein Auto unrealistisch

Nicht mehr selten ist das sowohl geschäftlich als auch im privaten Bereich genutzte Vehikel. Nichtsdestotrotz ist es in der Regel Teil des Betriebsvermögens, da es hauptsächlich für betriebliche Zwecke verwendet wird. Mitarbeiter in der Automobilbranche haben oft die Möglichkeit, ein Auto aus dem eigenen Betrieb zu einem reduzierten Preis zu erwerben.

Der Bundesfinanzhof hat jedoch bereits in seinem Beschluss vom 17.06.2009 beschlossen, dass nicht der Brutto-Listenpreis als Bemessungsgrundlage für die Besteuerung herangezogen werden soll, sondern der marktübliche Endverbraucherpreis, zu dem das Fahrzeug erworben werden kann.

Nachgerüstete Sonderausstattung ist nicht in die Bemessungsgrundlage für die 1%-Regel aufzunehmen.

Neben der Fahrtenbuch-Methode kann der Nutzen der Nutzung eines Firmenwagens für private Fahrten auch pauschal nach der 1%-Regel bewertet werden. Der pauschale Nutzwert ergibt sich aus dem inländischen Listenpreis des Fahrzeugs zum Erstzulassungszeitpunkt zuzüglich der Sonderausstattungskosten einschließlich USt. Das Datum der Erstanmeldung ist das Datum, an dem das Auto erstmals für den Straßenbetrieb registriert wurde.

Der Listenpreis ist die unverbindliche Verkaufsempfehlung des Fahrzeugherstellers zum Erstzulassungszeitpunkt, die für den endgültigen Verkauf des im Inland eingesetzten Neufahrzeugmodells gültig ist. Prinzipiell müssen auch die Preise für Zusatzausstattungen (z.B. Navigationssysteme, Diebstahlsicherungen) zu den in der Herstellerpreisliste angegebenen Preisen angegeben werden, da sie den Listenpreis des Fahrzeuges anheben.

In seinem am 2. Februar 2011 in der Rechtssache VI R 12/09 verkündeten Beschluss beschränkt der Bundesfinanzhof nun den Ausdruck "Zusatzausstattung" darauf, dass er "bei der erstmaligen Registrierung ergänzend eingebaut werden muss", um in der Bewertungsgrundlage berücksichtigt zu werden. Der Bundesfinanzhof ist der Ansicht, dass die Nachrüstung nicht mit zusätzlichen Werksanlagen verbunden ist und auch die Zusatzausstattung zum Erstzulassungszeitpunkt nicht zur Verfügung steht.

Zukünftig muss daher bei der Ermittlung des Nutzens auf der Grundlage der 1%-Regel berücksichtigt werden, welche Zusatzausstattung der Fahrzeughersteller bei der erstmaligen Zulassung in das Kraftfahrzeug einbaut. Spätere Installationen nach dem Datum der Erstgenehmigung sind bei konsequentem Einsatz des BFH Urteils irrelevant. Die Eigenschaft "werkseitige Ausstattung" ist besonders relevant, wenn Änderungen durch einen externen Anbieter durchgeführt werden.

Nach Auffassung des Bundesfinanzhofes sind diese Aufwendungen nicht in die Bemessungsgrundlagen miteinzubeziehen.

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