1 Regelung bei Gebrauchtwagen

I Gebrauchtwagenverordnung

Das Gebrauchtfahrzeug hatte zu Beginn des Leasingverhältnisses einen Wert von 31.990 Euro. Alternative Idee: Gebrauchtwagen privat kaufen und nicht aktivieren. Das Unternehmen muss auch vom neuen Bruttolistenpreis für gebrauchte Firmenwagen ausgehen.

Ein-Prozent-Regel für Gebrauchtwagen - Michael Müller Finanzamt

Für jeden Monat ist die Eigennutzung eines Kraftfahrzeuges auf 1% des nationalen Listenpreises* zum Erstzulassungszeitpunkt zuzüglich der Sonderausstattungskosten einschließlich Mehrwertsteuer festzulegen. Der Privatgebrauch kann nur dann zu den tatsächlichen Ausgaben für Privatreisen erfasst werden, wenn die Gesamtkosten für das Fahrzeug durch Quittungen belegt werden können und das Verhältniss von Privat- zu Geschäftsreisen durch ein entsprechendes Logbuch nachweisbar ist.

Ab dem 1.1.2006 gilt die Listenpreisverordnung nur noch für Kraftfahrzeuge des erforderlichen Geschäftsvermögens - also mit einer operativen Verwendung von mehr als 50 vH. Die 1%-Methode wird in der Realität als übertrieben und unfair angesehen, vor allem bei Firmenfahrzeugen, die als billige Gebrauchtwagen erworben werden. In einer Rechtssache musste der BFH darüber befinden, ob der Preis zum Erstzulassungszeitpunkt oder der effektive Anschaffungspreis des gebrauchten Fahrzeugs auch auf einen Gebrauchtwagen angewendet werden soll oder nicht.

Die Pauschalbewertung der Privatnutzung eines Dienstwagens nach der so genannten 1%-Regel verstoße nicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, soweit die Gebrauchtentnahme für ein gebrauchtes Auto auch nach dem bei der Erstanmeldung gültigen Preis errechnet wird. Vielmehr verlangt der Gleichheitsgrundsatz die Beibehaltung des Katalogpreises, unabhängig davon, ob das Auto noch Jahre später von einem Erstkäufer oder einem anderen Gebrauchtwagenhändler benutzt wird.

Insofern ist die Regelung konsequent und damit auch nicht beliebig im Sinn der Zuständigkeit des BVerfG.

Der Vorteil aus dem Leasing eines Firmenwagens ist Teil des Gehalts, sofern der Mitarbeiter ihn für sich in Anspruch nehmen kann.

In den Löhnen sind die Leistungen aus dem Leasing eines Firmenwagens enthalten, sofern der Mitarbeiter ihn für sich selbst in Anspruch nehmen kann. mit den tatsächlich anfallenden privaten Nutzungskosten (Logbuchverfahren) oder mit 1% des Bruttolistenpreises (sog. 1%-Regel), wenn kein Logbuch erstellt wird. Die Klägerin hatte argumentiert, dass die Leistungsberechnung nicht auf dem neuen Listenpreis, sondern auf dem Wert des Gebrauchtwagens basieren sollte.

Die Legislative muss daher aus Verfassungsgründen eine Kürzung einführen. Seiner Ansicht nach gibt es keine Verfassungseinwände gegen die Umsetzung der 1%-Regel (BFH-Urteil vom 13.12.2012, VI R 51/11). Die Arbeitgeberin hatte ein gebrauchtes Fahrzeug im Gesamtwert von 31.990 Euro angemietet. Die Klägerin hatte kein Logbuch erstellt, so dass das Steueramt 1% = 814 als geldwerter Ertrag (Lohn) verwendete.

Der BFH wies den Klägerantrag auf Berechnung des 1 %-Wertes des Gebrauchtwagenpreises von 31.990 ? zurück. Das Bundesfinanzhof bestätigt seine Judikatur, dass die 1%-Regel keine individuellen Eigenheiten berücksichtigen darf, da es sich um eine pauschale Bewertungsregel handel. Wer behauptet, durch die 1%-Regel nachteilig beeinflusst zu sein, kann sich für die Logbuch-Methode entschließen.

Dieses Verfahren basiert auf den effektiven Reisekosten. Es gibt keine konstitutionellen Probleme mit dieser Alternative. PraxistippDie 1 %-Methode kann besonders bei Gebrauchtfahrzeugen schädlich sein. In diesem Fall ist es zweckmäßig, die tatsächlich anfallenden Istkosten zu ermitteln, die auf die Privatnutzung zurückzuführen sind. Dazu ist es notwendig, ein Logbuch zu erstellen.

Der Aufwand wird jedoch in der Regel durch erhebliche Steuerersparnisse erkauft.

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