1 Regelung

I Steuerung

Umstieg von der 1%-Regel auf die Logbuch-Methode. Führt der Mitarbeiter nach dem 31.12. kein ordentliches Fahrtenbuch, gilt die sogenannte 1%-Regel. Die Besteuerung von Dienstwagen lässt der Bund der Steuerzahler (BdSt) vom Bundesfinanzhof (BFH) nach der sogenannten 1%-Regel überprüfen.

Übt der Steuerpflichtige sein Wahlrecht nicht aus, basiert die Besteuerung auf der 1%-Regel.

Verordnung über das Logbuchverfahren

Hinterlässt der Dienstgeber einem Mitarbeiter einen Firmenwagen kostenlos oder macht ihn für die private Verwendung billiger, ergibt sich ein steuerpflichtiger Vorteil für den Mitarbeiter, der als Zufluss von Löhnen erfasst wird. Dies liegt daran, dass der Mitarbeiter um den Preis angereichert wird, den er für eine gleichwertige Verwendung ausgeben muss und den er durch die Übergabe des Fahrzeuges durch den Auftraggeber spart.

Die Wertermittlung der Privatnutzung erfolgt nach der 1%-Regel. Jedoch kann der Betrag auch mit dem auf die Privatnutzung entfallenen Anteil an den Kfz-Gesamtausgaben ausgewiesen werden. Vorraussetzung ist, dass die Gesamtausgaben des Kraftfahrzeugs durch Quittungen und das VerhÃ?ltnis von Privatfahrten zu den anderen Reisen durch ein entsprechendes Logbuch nachweisbar sind.

Das Fahrtenbuchverfahren ermittelt somit den privaten Nutzungswert im Verhältnis zu den Gesamtausgaben des Fahrzeuges und zur Gesamtfahrleistung des Fahrzeuges. Das Fahrtenbuchverfahren ist jedoch nach einer Verfügung des Bundesfinanzhofes vom 20. März 2014 nur dann anzuwenden, wenn der Mitarbeiter das Logbuch für den ganzen Bewertungszeitraum, in dem er das Auto benutzt, vorhält.

Verordnung, die zehn jüngsten Entscheidungen

Das hat das Landgericht Köln beschlossen. Der Mitarbeiter muss ein ordentliches Führerscheinheft haben, damit der als Lohn festzusetzende finanzielle Nutzen für die Privatnutzung des zur Verfügung gestellten Dienstwagens nicht nach der sogenannten 1 %-Regel ("Nutzungspauschale"), sondern nach dem im Führerschein eingetragenen Verhältnis der privaten Fahrten ermittelt wird. Das hat das Landgericht Rheinland-Pfalz beschlossen.

Wenn ein Mitarbeiter sein Auto auch für private Zwecke benutzen darf, ist er nicht verpflichtet, den Firmenwagen zu besteuern, wenn ihm die Benutzung des Fahrzeugs aufgrund eines Gesundheitsdefizits grundsätzlich verboten ist. Nutzungsgebühren und sonstige Nebenleistungen des Mitarbeiters an den Dienstgeber für die außerbetriebliche Dienstwagennutzung vermindern den Betrag des Sachvorteils aus der Umnutzung.

Das hat der BFH in zwei Entscheidungen zur PKW-Nutzung für Privatfahrten und für Reisen zwischen Wohnort und regulärem Arbeitsplatz entschieden. Das BFH hat seine Rechtssprechung zugunsten der Steuerzahler dahingehend geändert, dass bei der Umsetzung der so genannten 1 %-Regel nicht nur eine Nutzungspauschale, sondern auch die individuellen (individuellen) Aufwendungen des Mitarbeiters - entgegen der Meinung der Steuerbehörden - berücksichtigt werden müssen.

Erhält ein Mitarbeiter von seinem Dienstgeber ein Leasingfahrzeug, kann er die vom Dienstgeber einbehaltenen Leasing-Raten nicht als einkommensbezogene Aufwendungen für seine Einkünfte aus dem Angestelltenverhältnis zur Steuerminderung einfordern. Das hat das Landgericht Berlin-Brandenburg beschlossen. Das BFH hat festgestellt, dass ein Mitarbeiter, der berechtigt ist, ein ihm von seinem Dienstgeber zur eigenen gewerblichen Nutzung zur Verfuegung gestelltes Fahrzeug zu benutzen, die Betriebskosten fuer das Fahrzeug nicht in Abzug bringen kann, wenn der Dienstgeber alle Fahrzeugkosten uebernommen hat und die Privatnutzung nach der so genannten 1%-Regel besteuert worden ist.

Der Finanzgerichtshof Baden-Württemberg hat beschlossen, dass für jeden Monat der Gesamtbetrag von einem Prozentpunkt des Brutto-Listenpreises für die Privatnutzung eines vom Unternehmer dem Mitarbeiter zur Verfügung gestellten Fahrzeuges beantragt werden muss. Jeder, der als Angestellter von seinem Dienstgeber unter der 1%-Regel einen Dienstwagen bekommt und damit sowohl geschäftlich als auch privat unterwegs ist, kann, wenn er dafür die Treibstoffkosten selbst übernehmen muss, diese vollständig als Einkommensteueraufwand berücksichtigen.

Das hat das Düsseldorfer Finanzamt beschlossen. Wenn ein Unternehmer seinem Mitarbeiter ein Kfz zur Verfuegung gestellt hat, das er nicht nur fuer private Fahrten, sondern auch im Zusammenhang mit seinem Betrieb benutzt, hat er keinen Anspruch auf einen Betriebsausgabenabzug fuer Reisekosten. Das hat das Finanzamt Münster beschlossen. Die unentgeltliche oder ermäßigte Überlassung eines Fahrzeugs durch den Dienstgeber an den Dienstnehmer bedeutet einen steuerlichen Nutzen für den Dienstnehmer, auch wenn der Dienstnehmer das Auto nicht für private Zwecke nützt.

Dies hat den Nachteil, dass, wenn kein ordentliches Logbuch erstellt wurde, nach der 1%-Regel bewertet werden muss. Das hat der BFH entschieden und damit seine frühere Rechtssprechung korrigiert. Bislang wurde in solchen Faellen die eigentliche Privatnutzung des Fahrzeuges vermuten lassen.

Mehr zum Thema