E

 I N KO M M E N S T E U E R

R

A T G E B E R  

-

S

T E U E R L E X I K O N

  Online Steuerlexikon

  Verpflegungsmehraufwendungen Auswärtstätigkeit Fahrtkosten Reisekosten

 Alphabetisch

A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z

 

 TOP Artikel

Abberufung
Abfindung
Abfindungszahlungen
Annuitätendarlehen
Baufinanzierung
Beitragsbemessungsgrenzen 2007
Buchführungspflichtgrenze
Disagio
Darlehen
Elterngeld
Immobilie
Kredit
Freigrenze Sachbezüge
haushaltsnahe Dienstleistungen
Kinderbetreuungskosten
Kostendeckelung
Sachbezüge
Istversteuerung
Geldanlage Fond
Schonfrist
Vermögenswirksame Leistungen
Kreditkarten
Girokonto
Sofortkredit Informationen
Berufsunfähigkeitsversich erung Informationen
Fehler bei der Baufinanzierung

 Sonstiges

Impressum
Startseite

 

 

 

 


 

 Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen bei Auswärtstätigkeit

 

Seit dem Jahre 2001 werden die Aufwendungen von Arbeitnehmern für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit (derzeit) 0,30 Euro je Arbeitstag und Entfernungskilometer - ab dem 1.1.2007 erst ab dem 21. Kilometer - abgegolten (sog. Entfernungspauschale). Gleiches gilt für die Wochenendheimfahrten zwischen dem Beschäftigungsort und dem Ort des eigenen Hausstands im Zuge einer doppelten Haushaltsführung.

Wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit mehreren Urteilen vom 11.5.2005 entschieden hat, sind von beiden Regelungen nur regelmäßige Arbeitsstätten betroffen, die nachhaltig, fortdauernd und immer wieder aufgesucht werden. Wird der Arbeitnehmer daher von seinem Arbeitgeber außerhalb des Betriebssitzes an ständig wechselnden Tätigkeitsstätten eingesetzt und unentgeltlich dorthin befördert, so kann er für diese Fahrten in seiner Steuererklärung keine Entfernungspauschale ansetzen, wohl aber für die Wege zum Betriebssitz, wenn der Betrieb Sammelpunkt für die Weiterbeförderung ist.

Auch wenn der Arbeitnehmer am Ort der auswärtigen Tätigkeit oder in dessen Nähe vorübergehend übernachtet, statt abends an seinen Lebensmittelpunkt zurückzukehren, gelangt die Entfernungspauschale nicht zur Anwendung, weil die Voraussetzungen einer doppelten Haushaltsführung nicht vorliegen (in diesem Punkt hat der BFH seine bisherige Rechtsprechung geändert). Der Arbeitnehmer kann dann allerdings die ihm tatsächlich entstandenen Fahrt- und Übernachtungskosten sowie – für die ersten drei Monate – Mehraufwendungen für Verpflegung als Werbungskosten geltend machen.

In zwei weiteren Urteilen gleichen Datums hat der BFH ferner entschieden, dass betriebliche Einrichtungen des Arbeitgebers auch dann den Mittelpunkt der dauerhaft angelegten beruflichen Tätigkeit und zugleich die regelmäßige Arbeitsstätte eines im Übrigen im Außendienst tätigen Arbeitnehmers bilden, wenn sie arbeitstäglich nur zur Abrechnung von Aufträgen oder – wie etwa die betrieblichen Busdepots bei einem Linienbusfahrer – zur Übernahme eines Fahrzeugs aufgesucht werden. Verpflegungsmehraufwendungen können daher in solchen Fällen nicht für die Dauer der Abwesenheit von der Wohnung, sondern nur für die Zeit ab Verlassen des Betriebssitzes und ggf. bis zur Rückkehr dorthin in Abzug gebracht werden. Dies hatten einzelne Finanzgerichte in der Vergangenheit anders gesehen.

 

_______________

 

Softwareload - Ihr Download-Shop für Software